Genrikh Gartung gibt Grand-Prix-Debüt bei Skate Canada
(DEU, 28.10.2026) Für den Deutschen Meister Genrikh Gartung steht dieses Wochenende die Premiere in der Grand-Prix-Serie bevor. Der 19-Jährige
erhielt für den Grand Prix Skate Canada in Kelowna (30. Oktober bis 1. November 2026) kurzfristig eine Einladung als Nachrücker und ist auf dem Weg
nach Kanada.
Die Saison ist für Genrikh Gartung mit dem Gewinn der Silbermedaille bei der Nebelhorn Trophy in Oberstdorf und einem starken vierten Platz mit Bestleistung
von 238,45 Punkten bei der Budapest Trophy sehr gut gestartet. Diese starken Ergebnisse haben dem EM- und WM-Finalisten von 2026 nun einen zweiten
Grand-Prix-Startplatz beschert. Einen Platz bei der Finlandia Trophy in Helsinki (Finnland; 20. bis 22. November 2026) hatte der Läufer des EC Oberstdorf bereits
vor der Saison sicher, nun darf sich der talentierte Vierfachspringer über eine zusätzliche Teilnahme bei Skate Canada freuen und sich mit den Besten der Welt
messen.
Bei seinem Grand-Prix-Debüt in Kelowna trifft Genrikh Gartung, der von seinem Trainer Niko Ulanovsky begleitet wird, auf starke Konkurrenz. Mit dem WM-
Vierten aus Kanada Stephen Gogolev, dem EM-Dritten Georgii Reshtenko (Tschechien), dem Esten Mihhail Selevko, dem WM-Siebten Kevin Aymoz (Frankreich)
und Junioren-Weltmeister Rio Nakata (Japan) bahnt sich ein hochklassiger Wettbewerb an. Das Kurzprogramm der Männer findet in der Nacht von Freitag auf
Samstag (31. Oktober, 02:00 Uhr, deutsche Zeit) statt, die Kür-Entscheidung fällt in der Nacht von Samstag auf Sonntag (1. November, 00:40 Uhr, deutsche Zeit).
Für den jungen Deutschen geht es darum, sich bei seinem ersten Grand-Prix-Auftritt gut zu präsentieren und wichtige Erfahrungen für seinen zweiten Grand-Prix-
Start zu sammeln.
Der Grand Prix Skate Canada wird live bei Eurosport/Discovery+ und ggf. auf dem Youtube-Kanal der International Skating (ISU) übertragen.
Michail Savitskiy entscheidet sich für neue Eistanz-Partnerschaft
(DEU, 28.10.2026) Der zweimalige Junioren-WM-Medaillengewinner im Eistanzen Michail Savitskiy hat kurz vor dem Start in seine erste Senioren-
Saison die Partnerin gewechselt. Der 23-Jährige vom EC Oberstdorf will fortan mit der gebürtigen US-Amerikanerin Elizabeth Tkachenko, die für
Israel gestartet ist, international Wettbewerbe für Deutschland bestreiten, sobald das Paar die Startfreigabe hat.
Nach dem Ende seiner langjährigen, sehr erfolgreichen Junioren-Partnerschaft mit Darya Grimm, hatte Michail Savitskiy vergangenen Sommer mit der
Japanerin Sara Kishimoto ein neues Eistanz-Paar gebildet. Doch vor Beginn der Wettkampfsaison, entschied das Paar, getrennte Wege zu gehen. Eine
Entscheidung, die nicht leichtgefallen ist. "Es gab verschiedenste Gründe, aber wir sind im Guten auseinandergegangen und ich wünsche Sara nur das Beste
für ihre Zukunft", erklärt Michail Savitskiy, der sich nun mit der gebürtigen US-Amerikanerin Elizabeth Tkachenko (20) eine aussichtsreiche Zukunft ausmalt.
Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) hat daher die Startfreigabe beim israelischen Verband beantragt und bereits erhalten. Nun steht noch die Bestätigung des
Weltverbandes (ISU) aus.
"Ich finde die ganze Geschichte zwischen Liza und mir ist sozusagen eine Wendung des Schicksals. In 2024 standen wir gemeinsam auf dem Podium der
Junioren-Weltmeisterschaften mit jeweils anderen Partnern und jetzt sind wir an einer Seite. Damals haben wir uns gegenseitig gar nicht so sehr beachtet,
aber dafür sind wir jetzt nach so kurzer Zeit schon wie beste Freunde und Teil eines Ganzen auf dem Eis", berichtet der zweimalige Medaillengewinner des
Junior-Grand-Prix-Finals. "Wir haben beide schon sehr gute Erfolge, die für uns sprechen."
Derzeit läuft das gemeinsame Training auf Hochtouren. "Wir sind aktuell noch im Labor und brauen uns Programme zusammen. Wir können jetzt schon
sagen, dass es anspruchsvolle und sehr erwachsene Programme werden. Wir hoffen, dass wir trotz der Spätzündung ein grandioses Feuerwerk auf die
Bühne bringen und hoffentlich auch international präsentieren können", meint Michail Savitskiy hochmotiviert. Sobald die Startfreigabe vorliegt, will das neue
perspektivreich Paar durchstarten. "Unser Ziel ist es, schon bei den Deutschen Meisterschaften in Krefeld mitzulaufen und uns so früh wie möglich zu
präsentieren und in den Wettkampffluss zurückzukehren."
Deutsche Juniorenmeisterin Anna Gerke wechselt zum Paarlaufen
(DEU, 26.10.2026) Die zweifache Deutsche Juniorenmeisterin Anna Gerke wechselt die Eiskunstlauf-Disziplin. Die 15 Jahre alte Einzelläuferin will
ihre Karriere fortan im Paarlaufen fortsetzen. Hier rechnet sich die talentierte Eiskunstläuferin des ERC Westfalen Kunstlauf Dortmund noch
größere Chancen auf eine erfolgreiche Olympia-Teilnahme in der Zukunft aus.
Seit 2017 gehört Eiskunstlaufen zum Alltag von Anna Gerke, die sich in den vergangenen neun Jahren intensiv dem Einzellaufen gewidmet hat und in dieser
Zeit fünfmal in Folge den deutschen Meistertitel in ihrer Altersklasse holte, dreimal im Nachwuchs und zweimal bei den Junioren. Dabei sammelte die
gebürtige Düsseldorferin viele wertvolle Erfahrungen bei nationalen und internationalen Wettkämpfen und vertrat Deutschland in der Junior-Grand-Prix-Serie
und zweimal bei den Junioren-Weltmeisterschaften, wo sie 2026 in Tallinn (Estland) das Finale erreichte.
Der Wechsel zum Paarlaufen war ursprünglich nicht geplant. "Im Leistungssport gibt es neben vielen schönen Momenten auch Entscheidungen und
Situationen, die man sich anders gewünscht hätte. Manchmal eröffnen sich dadurch aber auch ganz unerwartet neue Wege. Als sich für mich kurzfristig die
Möglichkeit ergab, das Paarlaufen auszuprobieren, habe ich mich entschieden, diese Chance zu nutzen", erklärt Anna Gerke. Die Deutsche Juniorenmeisterin
hat mit dem gut ausgebildeten russischen Paarläufer Nikita Finokhin einen Partner gefunden, mit dem sie zukünftig international für Deutschland starten will.
Die Startfreigabe beim russischen Verband wurde seitens der Deutschen Eislauf-Union (DEU) beantragt.
Das Vorgehen folgt der Strategie der DEU für den neuen Olympiazyklus: Gut ausgebildete Einzelläufer*innen durch einen Disziplin-Transfer für das Paarlaufen
zu gewinnen und so die Königsdisziplin des deutschen Eiskunstlaufs – mit den Weltmeistern Minerva Hase/Nikita Volodin an der Spitze – nachhaltig zu
stärken und langfristig internationale Erfolge zu ermöglichen.
Was Anna Gerke am Paarlaufen besonders spannend findet ist das Laufen mit einem Partner. "Jeder bringt seine eigenen Stärken mit, und man muss lernen,
diese miteinander zu verbinden. Ich finde es interessant zu sehen, was man als Team erreichen kann, wenn beide dasselbe Ziel haben und gemeinsam daran
arbeiten", sagt Anna Gerke über ihre neue Leidenschaft für die Paar-Disziplin. Als starke Einzelläuferin mit einer Palette an Dreifach-Sprüngen bringt sie sehr
gute Voraussetzungen für das Paarlaufen mit. Eine Herausforderung ist es nun die Paarlauf-Elemente zu erlernen. "Natürlich ist vieles noch neu für mich.
Nach so vielen Jahren im Einzellaufen muss ich mich in manchen Dingen erst umstellen. Aber gerade das macht mir Spaß", meint die Dortmunderin. "Ich
lerne neue Elemente, entdecke andere Seiten des Eiskunstlaufens und merke dabei auch, dass ich selbst noch ganz neue Fähigkeiten entwickeln kann. Ich
bin gespannt, wohin uns dieser gemeinsame Weg führen wird."
Hocke/Kunkel jubeln über Bronze bei Grand Prix de France
(DEU, 26.10.2026, Foto: © ISU) Die Berliner Paarläufer Annika Hocke/Robert Kunkel
dürfen zum Saisonstart beim Grand Prix de France in Angers (Frankreich) über die
Bronzemedaille jubeln. Die Olympia-Zehnten konnten ihren dritten Platz vom
Kurzprogramm in der Kür verteidigen und fackelten im letzten Programmteil ein
Feuerwerk an spektakulären Einlagen ab.
Zum dritten Mal in ihrer Karriere erreichten Annika Hocke/Robert Kunkel am Sonntag das
Podium in der höchsten internationalen Wettbewerbsserie im Eiskunstlaufen. Beim Grand
Prix de France liefen die WM-Siebten mit 179,74 Punkten auf den Bronzeplatz. Nach
einem schwierigen Start konnten die DEU-Paarläufer in der zweiten Hälfte des
Programms ihre Stärken ausspielen und beendeten ihre Kür zu einem Queens-Medley
mit ihrem spektakulären Headbanger. Dreifach-Twist, Dreifach-Würfe, Hebungen und
Choreo-Elemente sorgten für viele Punkte. Eine starke Leistung der Berliner, die in der
Vorbereitung von einer Fußverletzung Hockes gehandicapt waren und mit großem
Einsatz gerade rechtzeitig zum ersten Grand Prix der Saison fit wurden. Zuletzt war das
deutsche Top-Paar 2023 bei Skate America mit Gold in den Medaillenrängen eines Grand
Prix gewesen, 2022 gab es schon einmal Bronze beim Grand Prix de France.
"Für uns ist die Medaille eine ganz große Belohnung für die harte Arbeit, die wir in den
letzten Wochen in das Training gesteckt haben, für alle Zweifel, alle Tränen, die geflossen
sind, und auch eine Belohnung für unser ganzes Team, das uns unterstützt hat", sagt Annika Hocke. "Unsere Vorbereitung war eine Gratwanderung
und gar nicht so leicht. Unser Trainer Nolan Seegert hat echt einen guten Job gemacht, uns auf den Grand Prix vorzubereiten." Die Fans in der Halle
waren vom Endspurt des rockigen Programms begeistert. "Es war super, dass die Kür fürs Publikum genauso aufgegangen ist, wie wir das geplant
hatten, das war unser Hauptziel", meint Robert Kunkel. Punktetechnisch ist für die nächsten Wettbewerbe noch mehr drin, das Paar freut sich zurück
ins Training zu gehen und weiter zu arbeiten. Ihr nächster Start ist in vier Wochen beim Grand Prix Finlandia Trophy in Helsinki (Finnland; 20./21.
November 2026).
Der Sieg in Angers ging an die georgischen Europameister Anastasiia Metelkina/Luka Berulava (204,65 Punkte), Rang zwei an die unter neutraler
Flagge startenden Russen Aleksandra Boikova/Dmitrii Kozlovskii (197,66 Punkte). Die Regeländerungen im Paarlaufen der International Skating
Union (ISU) mit Einführung der Choreo-Hebung und Choreo-Pirouette bringt neue Kreativität in die Disziplin und macht die Paarlauf-Kür für das
Publikum nochmal attraktiver (zu den kompletten Ergebnissen).
DEU-Bundesstützpunkte Berlin, Dortmund und Oberstdorf bis 2030 anerkannt
(DEU, 23.10.2026) Diese Mitteilung erhielt die Deutsche Eislauf-Union (DEU) ganz aktuell. Somit sind die Trainingsmöglichkeiten auf dem Weg zu
den Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich für die Top-Athlet*innen und den Nachwuchs gesichert.
Die Entscheidung von Bundeskanzleramt und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) teilte das Bundesverwaltungsamt mit. Anerkannte DEU-
Bundesstützpunkte bleiben Berlin, Dortmund und Oberstdorf zunächst bis zum 31. Dezember 2030. Somit sind die nationalen Trainingsbedingungen im neuen
Olympiazyklus auf dem Weg zu den Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich weitergegeben. An allen drei Standorten sind die olympischen Disziplinen
Einzellaufen (Frauen/Männer) und das Eistanzen angesiedelt, Paarlaufen fokussiert sich auf Berlin und Oberstdorf. Wie das Bundesministerium des Innern
(BMI) zu einem früheren Zeitpunkt mitgeteilt hatte, steht die weitere Anerkennung unter dem Vorbehalt einer Neubewertung durch die unabhängige
Sportagentur nach ihrer Arbeitsaufnahme.
"Wir begrüßen die Befürwortung unserer drei Bundesstützpunkte, die für die Entwicklung unserer Sportart im neuen Olympiazyklus von zentraler Bedeutung
sind. Im Fokus steht in den kommenden Jahren die Modernisierung und der Ausbau der Sportinfrastruktur an den Bundesstützpunkten sowie die qualitative
und quantitative Trainingsverbesserung", sagt DEU-Sportdirektor Jens ter Laak. "Dies umfasst den Ausbau der Trainerteams und leistungsstarker
Trainingsgruppen sowie die Verbesserung der Vereinbarkeit von Schule und Leistungssport. Darüber hinaus ist der Netzwerkgedanke durch den Aufbau von
Talentzentren zu etablieren, um den Unterbau der Bundesstützpunkte mittel- und langfristig sicherzustellen, und eine Internationalisierung zum Erhalt der
Konkurrenzfähigkeit unumgänglich."
Berlin ist die Trainingsheimat der beiden deutschen Top-Paare Minerva Hase/Nikita Volodin und Annika Hocke/Robert Kunkel und einer der wichtigsten
Standorte für Eiskunstlaufen in Deutschland. Die neue olympische Disziplin Synchro9 wird perspektivisch am Bundesstützpunkt Berlin aufgenommen werden.
Die Etablierung von Synchro9 in Deutschland ist eine Chance für einen weiteren Kreis an Leistungssportlerinnen, sich den olympischen Traum ab 2030 zu
erfüllen.
Ticketverkauf für DEU-Christmas-Gala & Deutsche Meisterschaften im
Eiskunstlaufen in Krefeld gestartet
(DEU, 23.10.2026) Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) veranstaltet die kommenden Deutschen Meisterschaften im
Eiskunstlaufen mit Christmas-Gala am 18./19. Dezember 2026 in der YAYLA ARENA in Krefeld. Ab sofort sind Tickets für
dieses Highlight zum Early-Bird-Vorzugspreis bei Eventim.Light erhältlich. Stars des Events sind die Paarlauf-
Weltmeister Minerva Hase/Nikita Volodin, in der DEU-Christmas-Gala treten zudem internationale Stars auf.
Die Christmas-Gala und die Deutschen Meisterschaften im Eiskunstlaufen werden kurz vor Weihnachten am Eissport-Standort
Krefeld zu einem stimmungsvollen Highlight für alle Sport- und Eiskunstlauffans der Region und darüber hinaus. Bei den
Deutschen Meisterschaften kämpfen Deutschlands beste Eiskunstläufer*innen um die Paarlauf-Weltmeister Minerva Hase/Nikita
Volodin um Titel und Medaillen. Für die Athlet*innen sind die Meisterschaften die letzte Qualifikationsmöglichkeit für die
Eiskunstlauf-Europameisterschaften 2027 in Lausanne (Schweiz; 25. bis 31. Januar 2027). Nach den Kurzprogrammen und
Küren wartet als feierlicher Abschluss der Veranstaltung die DEU-Christmas-Gala. Zum Schaulaufen am Samstagabend (19. Dezember) werden nationale und
internationale Stars der Eiskunstlauf-Szene erwartet.
Mit dem neuen, attraktiven Konzept der integrierten Gala erreicht die Präsentation der nationalen Meisterschaft in der modernen YAYLA ARENA Krefeld, der
Heimspiel-Stätte des Erstliga-Eishockeyteams Krefeld Pinguine, dieses Jahr ein neues Level. Das DM-Weihnachtsevent wird in Zusammenarbeit mit der
Seidenweberhaus GmbH, dem Betreiber der Multifunktionsarena, durchgeführt. Das erfahrene Veranstaltungsteam will das DM-Weihnachtsevent gemeinsam mit
der DEU an dieser einzigartigen Event-Location für die Zuschauer*innen zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.
Der Ticketverkauf für die Deutschen Meisterschaften und die Christmas-Gala ist am Donnerstag gestartet. Ab sofort sind Tickets für die Titelkämpfe und das
Schaulaufen bei Eventim.Light zum Early-Bird-Preis erhältlich. Eiskunstlauf- und Sportfans können sich bis zum 8. November 2026 die besten Plätze in der Arena
zum Vorzugspreis sichern. Anschließend wird der Oberrang geöffnet und es gelten die regulären Ticketpreise. Zum DM-Ticketvorverkauf der Early-Bird-Tickets.
Zu den 128. Deutschen Meisterschaften im Eiskunstlaufen:
Die DM-Titel werden in den fünf Meisterklasse-Wettbewerben Damen, Herren, Paarlaufen, Eistanzen und Synchroneiskunstlaufen (Disziplin Synchro 12-16)
vergeben. Die Kurzprogramme finden am Freitagabend (18. Dezember) statt, die Medaillenentscheidungen fallen in der Kür ab Samstagmittag (19. Dezember).
Die Teilnehmerfelder der Meisterklasse werden durch die besten Junior*innen des Landes bereichert. Am Samstagabend zeigen die neuen Deutschen
Meister*innen zusammen mit internationalen Eiskunstlauf-Stars in der DEU-Christmas-Gala ihr Können.
Neues Eistanz-Paar Grimm/Rodin qualifiziert sich für Junior-Grand-Prix-
Finale 2026
(DEU, 14.10.2026, Foto: © ISU) Das neue deutsche Eistanzpaar Darya Grimm/Grigorii Rodin hat sich mit einem Sieg
und einem zweiten Platz in der Junior-Grand-Prix-Serie für das Junior-Grand-Prix-Finale der Weltbesten 2026 in China
qualifiziert. Mit einer weiteren Medaille im Eistanzen und starken Ergebnissen bei den Juniorinnen sorgten die insgesamt
19 deutschen Teilnehmer*innen in der höchsten Wettbewerbsserie des Nachwuchs-Eiskunstlaufens für eine erfolgreiche
Bilanz. Einige sind bereits Kandidat*innen für die Olympischen Winterspiele 2030.
Dem neuen Eistanz-Paar Darya Grimm/Grigorii Rodin (EC Oberstdorf/ERC Westfalen Kunstlauf Dortmund) ist ein
sensationell guter Einstand in die ersten gemeinsamen Wettkämpfe gelungen. Mit einem Sieg beim Junior Grand Prix in
Ljubljana (Slowenien) und einem zweiten Platz beim Junior Grand Prix in Batumi (Georgien) schaffte das Duo auf Anhieb
die Qualifikation für das Junior-Grand-Prix-Finale der sechs weltbesten Junioren-Eistanzpaare in Chongqing (China; 10.
bis 13. Dezember 2026). Im Vergleich zu ihrem ersten Wettkampf konnten sich Grimm/Rodin in Ljubljana deutlich
steigern. Mit dem besten Waltzer-Rhythm Dance und der besten Kür zum bekannten Song "Like A Prayer" von Madonna
dominierte das Duo in beiden Programmteilen und sicherte sich mit der herausragenden Leistung von 169,40 Punkten
souverän den Junior-Grand-Prix-Sieg vor den Franzosen Ambre Perrier Gianesini/Samuel Blanc Klaperman (164,00
Punkte).
"Ich bin so glücklich über unseren Erfolg und gleichzeitig geschockt von den hohen Punktzahlen", sagte Darya Grimm,
die in der Vorbereitung aufgrund einer Fußverletzung nur fünf Minuten täglich für einen Programmdurchlauf aufs Eis konnte und sich ansonsten mit
alternativem Training fit hielt. "Ich kann es nicht glauben, dass die zwei Wettbewerbe und die gesamte Vorbereitung darauf nun schon zu Ende sind. Ich
denke, wir können sehr stolz auf uns sein, was wir geschafft haben", freute sich Grigorii Rodin, der seit sechs Jahren keinen internationalen Wettbewerb
bestritten hatte.
Medaillenkandidaten für Junioren-Weltmeisterschaften 2027 in Sofia
Mit ihrem früheren Partner Michail Savitskiy war Darya Grimm bereits zweimal im Junior-Grand-Prix-Finale gestanden und hatte jeweils Bronze geholt, auch
bei der Junioren-WM 2024 und 2025 standen sie ebenfalls zweimal auf dem Podest. Ihre erfolgreiche Laufbahn setzt die 19-Jährige nun mit ihrem neuen
Partner und Ehemann Grigorii Rodin fort. Die talentierten Eistänzer, die für Bayern und Nordrhein-Westfalen starten, gelten als aussichtsreiche
Medaillenkandidaten für die Junioren-Weltmeisterschaften 2027 in Sofia (Bulgarien; 24. bis 28. Februar 2027). Eine weitere Junior-Grand-Prix-Medaille im
Eistanzen holte das Zwillingspaar Enikö Kóbor/Zoárd Kóbor (Düsseldorfer EG) mit Bronze in Riga.
Im Einzellaufen kam die Berlinerin Diana Ziesecke beim letzten Junior-Grand-Prix in Danzig (Polen) einer Medaille sehr nahe. Mit zwei fast fehlerfreien
Programmen und sehr guten 178,20 Punkten wurde die erst 14-Jährige herausragende Vierte. Insgesamt verzeichneten die vier DEU-Juniorinnen zwei Top-
Ten-Resultate und zeigten darüber hinaus in einzelnen Programm-Teilen, dass sie mit den weltbesten ihrer Altersklasse mithalten können. Bei den Junioren
erzielte der Berliner Leon Rojkov mit der fünftbesten Kür inklusive zwei Dreifach-Axeln und 184,30 Punkten mit Rang sieben in Danzig das beste deutsche
Ergebnis bei den Jungs. Michelangelo Caprano (EC Oberstdorf) hat dahinter gute Chancen auf den zweiten Startplatz für die Junioren-WM 2027.
Große Bühne für Junioren bei DM in Krefeld, Olympische Winterspiele 2030 im Visier
Unter den insgesamt 19 jungen Eiskunstläufer*innen, die an der Junior-Grand-Prix-Serie 2026 teilgenommen haben, sind vielversprechende Talente. "Die
diesjährige Junioren-Grand-Prix-Serie zeigt die Perspektiven der DEU im neuen Olympiazyklus auf. Wir sind mit 5 Eistanzpaaren, 4 Damen und 5 Herren
vertreten gewesen. Lediglich im Paarlaufen konnten wir noch keine Sichtbarkeit bei den Junioren herstellen, da arbeiten wir dran", bilanziert DEU-Sportdirektor
Jens ter Laak. "Die Leistungen im Eistanzen, allen voran natürlich die herausragenden Auftritte von Darya Grimm und Grigorii Rodin in Batumi und Ljubljana,
lassen eine Medaille für das Junior-Grand-Prix-Finale nicht unwahrscheinlich erscheinen. Insgesamt konnten wir im Eistanzen bei neun Starts sieben Top-10-
Platzierungen erzielen, darunter drei Medaillen."
Das Abschneiden der Junioren Damen lässt den Sportdirektor hoffnungsvoll in die Zukunft blicken: "Bei den Damen bewies Diana Ziesecke ihr großes
Potential und wurde mit fast 180 Punkten und zwei sauberen Programmen bei ihrem zweiten Auftritt im Danzig mit Platz 4 belohnt. Auch die drei weiteren
Juniorinnen Anna Gerke, Adelina Voroteliak und Sophie Erhardt konnten sich mit den Plätzen 10 bzw. 12 und zwischen 149 bis 153 Punkten mit international
konkurrenzfähigen Programmen sehen lassen. Die derzeit schwächste Disziplin im Seniorenbereich trumpft also mit perspektivreichen jungen Damen auf."
Unter den deutschen Junior*innen sieht Jens ter Laak bereits potenzielle Teilnehmer*innen für die Olympischen Winterspiele 2030 in Frankreich: "Darya
Grimm/Grigorii Rodin zählen bei guter Gesundheit sicher zu den aussichtsreichen Kandidaten. Bei den Damen und Herren dürfte man spätestens 2028 sehen
können, wo sich die 'jungen Wilden' einsortieren, Potential haben sie alle." Einige von Deutschlands besten Juniorinnen und Junioren werden die Starterfelder
der kommenden Deutschen Meisterschaften im Eiskunstlaufen in Krefeld (18./19. Dezember 2026) bereichern und dort ihr Können vor großem Publikum
präsentieren.
Berlin wegweisend für Zukunft der neuen olympischen Disziplin Synchro9
(DEU, 08.09.2026) Der DEU-Bundesstützpunkt Berlin stand am vergangenen Wochenende ganz im Zeichen der neuen olympischen Eiskunstlauf-
Disziplin Synchro9. Aus der ganzen Welt kamen im Rahmen des ISU-Development-Seminars mehr als 50 Trainer*innen und Offizielle, um mit dem
Weltverband, der International Skating Union (ISU), Regelwerk und Bewertungssystem für das neue Format Synchro9 weiter zu entwickeln. Die zwei
deutschen Demo-Teams aus Berlin und Chemnitz überzeugten mit ihren Programm-Präsentationen, die DEU-Verantwortlichen sammelten wichtige
Erkenntnisse für die nächsten Schritte, um ein starkes Synchro9-Team für die Olympia-Premiere 2030 in Frankreich aufzubauen.
Es war ein kleiner historischer Moment, als die beiden deutschen Synchro9-Junior-Teams aus Berlin und Chemnitz am Samstag drei verschiedene Programme
vor der versammelten Synchron-Expertise präsentierten. Hochrangige Vertreter der ISU und Weltmeister-Coaches waren ins Sportforum Berlin gekommen, um
beim ISU-Synchro9-Development-Seminar die Weichen für die Zukunft der neuen olympischen Disziplin zu stellen. Synchro9 wird bei den Olympischen
Winterspielen 2030 in Frankreich erstmals ins olympische Programm aufgenommen. Ein großer Schritt für die Sportart Synchroneiskunstlaufen, die sich in den
vergangenen Jahren mehr und mehr professionalisiert und an Beliebtheit gewonnen hat.
"Der Sport erhält durch die olympische Bühne, die Aufmerksamkeit, die er verdient", sagt DEU-Geschäftsführerin Tatjana Wagner bei der vorgeschalteten DEU-
Pressekonferenz. Die Synchron-Expertin freut sich, mit der Ausrichtung des ISU-Seminars in Berlin von Anfang an dabei zu sein und sich als wichtige Synchron-
Nation zu positionieren. Mit Synchro9 – die Synchron-Teams bestehen nur mehr aus neun statt wie bisher 16 Läuferinnen – wird eine ganz neue Disziplin ins
Leben gerufen, die für Trainer*innen und Sportlerinnen eine große Herausforderung darstellt. "Synchro9 lebt von Schnelligkeit und möglichst klaren Bildern auf
dem Eis. Enthalten sind Elemente aller Eiskunstlauf-Disziplinen und synchronspezifische Elemente, die eine Gesamtkomposition ergeben."
Für das Synchro9-Programm der ersten Wettbewerbsrunde, ist als Thema Street Dance für die nächsten beiden Saisons vorgegeben, was moderne Tanz-
Elemente erwarten lässt. Das Team Berlin Junior lief sein "Themed Program" u.a. zum bekannten Song Dickes B der Berliner Dancehall-Band Seeed. Das
dynamische, temporeiche Programm entsprach genau dem, was sich der Weltverband von der neuen Disziplin verspricht: Sie soll ein junges Publikum
ansprechen und TV- und zuschauerfreundlich sein. Szenen-Applaus gab es für den Group Lift der Berlinerinnen. Auch das Free Program zum Thema "Mirror"
interpretierte das deutsche Team innovativ auf dem Eis. Beide Programme choreographierte Gert Hofmann. "Ich bin sehr stolz auf die Mädels, wie sie die
Programme mit dem hohen Tempo mehrmals nacheinander gezeigt haben", sagt die Trainerin Vanessa Henke-Hahn. "Die Motivation im Team ist sehr hoch, wir
sind stolz darauf, Teil von etwas Neuem zu sein und ein bisschen Geschichte mit zu schreiben."
Starke Trainerteams bilden
Das Chemnitzer Junior-Team meisterte anschließend seinen Auftritt des Beats per Minute-Programms, das für das Battle-Format vorgesehen ist, und erhielt
ebenfalls positives Feedback. “Als Demo-Team beim Synchro9-Development-Seminar in Berlin dabei zu sein, war für uns eine großartige Möglichkeit, gemeinsam
mit allen Beteiligten die Zukunft dieser neuen Sportart mitzugestalten", meint Trainerin Jana Wagner, die mit ihrer Kreativität und Leidenschaft für Synchron
brennt. Etwas Aufregung war vor dem Auftritt der Chemnitzerinnen auch dabei, denn es standen die nationalen und internationalen Top-Player des
Synchroneiskunstlaufens an der Bande. Mit mehr Eiszeiten in Sachsen kann das Potenzial noch besser ausgeschöpft werden, man hofft auf neue Interessierte
für Synchron in der Region.
"Dass sich unsere Teams vorstellen und ihre Programme mit dem neuen Wertungssystem ausprobieren konnten, war ein riesengroßer Schritt nach vorne. Dieser
Meilenstein wird enorm zur Weiterentwicklung dieser Sportart beitragen", berichtet Tatjana Wagner, die Synchron-Verantwortliche der DEU. Die Wertungskriterien
stellen die Schwerpunkte der Sportart heraus und zeigen auf, welche Eigenschaften Sportlerinnen für Synchro9 brauchen. "Die Athletinnen müssen
Allrounderinnen sein, die extrem gute eisläuferische Fähigkeiten und einen starken Ausdruck mitbringen." Der Fokus der Wertung liegt auf Schnelligkeit,
Choreographie, Performance und natürlich Synchronität. Das Wertungssystem mit der maximalen Gesamtpunktzahl von 100 wie auch das Wettbewerbsformat
von Synchro9 unterscheiden sich von den übrigen Eiskunstlauf-Disziplinen.
Die DEU-Synchron-Experten konnten von dem Wochenende viele wertvolle Erkenntnisse mitnehmen. "Synchro9 ist eine neue Disziplin des
Synchroneiskunstlaufens, bei der wir neue Wege gehen müssen. Wir brauchen sehr starke Trainerteams und eine ausreichende Förderung, damit eine
erfolgreiche Planung der Zukunft erfolgen kann", sagt die Geschäftsführerin. Berlin ist in Deutschland der Standort für Synchroneiskunstlaufen, das Sportforum
Trainingsort des 30-fachen Deutschen Meisters Team Berlin 1, zuletzt zweimal WM-Siebter und eines der besten Synchro16-Teams der Welt. Auch bei der
Etablierung nationaler Synchro9-Teams wird der DEU-Bundesstützpunkt Berlin in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen.
Weltmeisterin Minerva Hase über Synchro9: "Je mehr Eiskunstlauf, desto besser"
"Synchro9 wird ein sehr interessantes Projekt, das wir als Verband mit größtem Engagement angehen und hoffentlich mit den entsprechenden Fördermitteln
unterstützen können. Wir wollen gerade in Berlin auf die bisherigen Erfolge im Synchroneiskunstlaufen aufbauen, das vorhandene Potenzial nutzen und mit
Synchro9 als fünfte olympische Eiskunstlauf-Disziplin international sichtbar werden", meint DEU-Sportdirektor Jens ter Laak. "Wir werden in den nächsten vier
Jahren bis 2030 sicher anders aufgestellt sein: Synchro9 kann auch für Einzelläuferinnen attraktiv werden, das ist eine neue Motivation und diese Synergie-
Effekte wollen wir nutzen." Synchro9 ist für den Spitzenverband und die Vereinsentwicklung eine neue Möglichkeit, sich im Wettkampfsport zu präsentieren. Zur
Entwicklung der Disziplin ist der Aufbau von Strukturen an den DEU-Bundesstützpunkten geplant. "Ich sehe großes Potenzial für uns als Verband und die
Sportart in Deutschland. Als Mannschaftssport zieht es eine hohe Zahl an Zuschauer*innen an, somit erreichen wir durch das zusätzliche Angebot ein größeres
Publikum und eine breitere Öffentlichkeit", so Jens ter Laak.
Die Erweiterung des Kanons an olympischen Eiskunstlauf-Disziplinen begrüßt auch die Berliner Paarlauf-Weltmeisterin Minerva Hase. "Je mehr Eiskunstlauf,
desto besser", scherzt die 27-Jährige bei der Pressekonferenz. "Synchroneiskunstlaufen hat in den letzten Jahren viel an Popularität dazugewonnen und
Synchro9 ist ein schönes neues Konzept, mit dem die Sportart olympisch werden konnte. Ich bin sehr gespannt, was in den nächsten vier Jahren entstehen wird.
Wir haben beim WM-Schaulaufen in Prag einen Vorgeschmack bekommen. Das war ziemlich beeindruckend, was die Mädels aufs Eis gebracht haben. Je mehr
Präsenz Eiskunstlaufen im TV und in den Medien hat, desto besser. Von daher freue ich mich über die neue Disziplin."
Die erste Synchro9-Saison beginnt mit vier international anerkannten Wettbewerben in Irvine (USA; 7./8. November 2026), Vantaa (Finnland; 28./29. November
2026), Rouen (Frankreich; 29./30. Januar 2027) und Budapest (Ungarn; 20./21. Februar 2027). Saison-Höhepunkt werden die großen Synchron-
Weltmeisterschaften 2027 in Nottingham (Großbritannien; 27. März bis 4. April 2027) mit mehr als 1.000 Teilnehmer*innen. Dort werden über eine Woche lang die
Welttitelkämpfe für die Disziplinen Synchro 12-16 und Synchro9 jeweils für Junior- und Senior-Teams stattfinden. Ein wichtiges Zwischenziel für die Junioren sind
die Winter Youth Olympic Games 2028 in den italienischen Alpen, wo Synchro9 auf kleinerer Bühne seine olympische Premiere feiert.
Synchroneiskunstlaufen feiert bei Winterspielen 2030 Olympia-Premiere
(DEU, 08.07.2026) Der Traum wird wahr! Synchroneiskunstlaufen wird bei den Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich erstmals olympisch. Das
Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Disziplin mit dem neuen Format “Synchro 9” in das Olympische Programm aufgenommen, wie die
International Skating Union (ISU) am Dienstag mitteilte. Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) visiert eine Olympia-Teilnahme in vier Jahren an.
Die brandneue Synchroneiskunstlauf-Disziplin "Synchro9" wird Teil des Wettkampf-Programms der Olympischen Winterspiele 2030 in Frankreich sein. "Dass
Synchroneiskunstlaufen mit der Disziplin Synchro9 olympisch wird, ist eine weitreichende Entscheidung für unsere Sportart. Wir kommen mit einer neuen
Team-Disziplin in das olympische Programm. Damit geht der Traum vieler Synchronläuferinnen in Erfüllung und wir wollen uns als eine der stärksten
Synchron-Nationen für diese Olympia-Premiere qualifizieren", sagt DEU-Geschäftsführerin Tatjana Wagner, bei der Deutschen Eislauf-Union für
Synchroneiskunstlaufen verantwortlich. Unter anderem durch die Aufnahme der Eiskunstlauf-Team-Disziplin Synchro9 sollen die Olympischen Winterspiele
2030 zu den ersten Winterspielen mit geschlechtergerechter Teilnehmer- und Wettbewerbsanzahl werden, wie das IOC mitteilte.
Bei der neu entwickelten Disziplin "Synchro9", die vom Weltverband ISU jung, modern, TV- und zuschauerfreundlich konzipiert wird, umfassen die Synchron-
Teams statt bisher 16 Läufer*innen nur 9 (ausschließlich weibliche) Sportlerinnen. Synchron beinhaltet Elemente aller Eiskunstlauf-Disziplinen Einzellaufen,
Paarlaufen und Eistanzen und das mit der Herausforderung, diese als Team synchron auszuführen. In welche Richtung "Synchro9" technisch genau gehen
wird, zeigt die kommende Saison 2026/2027. Dann wird die neue Disziplin, die bei der Synchron-WM 2026 in Salzburg von drei Demo-Teams aus Finnland,
USA und Kanada vorgestellt wurde, zunächst ihre internationale Wettkampf-Premiere feiern. Die ISU richtet 2027 eine große Weltmeisterschaft für Synchro 9
und Synchro 12-16 in Nottingham (Großbritannien; 26. März bis 4. April 2027) aus.
Die Deutsche Eislauf-Union befasst sich als viertbeste Nation der vergangenen SYS-Weltmeisterschaften (Synchro 16) bereits frühzeitig mit der neuen
Synchron-Disziplin, um sich mit gut ausgebildeten Synchro9-Teams für die olympischen Wettbewerbe qualifizieren zu können. Die DEU wird mit dem
Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Bundeskanzleramt im Rahmen der Strukturgespräche die Fördermöglichkeiten für die neue olympische
Disziplin Synchroneiskunstlaufen verhandeln, um den Leistungssport Synchron zielführend zu entwickeln. Auf dem Weg zu den Olympischen Winterspielen
2030 warten als wichtige Zwischenetappen die Olympischen Jugend-Winterspiele 2028 in Dolomiti Valtellina (Italien), wo das Format Synchro9 für den Anfang
im kleineren Rahmen olympisch wird, und die Multi-WM 2028 der ISU-Eissportarten Eiskunstlaufen, Synchron, Eisschnelllauf und Short Track in Peking
(China). Durch die neuen olympischen Perspektiven gewinnt Synchroneiskunstlaufen an Attraktivität, auch für gut ausgebildete Eiskunstläuferinnen der
anderen Disziplinen.
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Genrikh Gartung gibt Grand-Prix-Debüt bei
Skate Canada
(DEU, 28.10.2026) Für den Deutschen Meister Genrikh Gartung steht
dieses Wochenende die Premiere in der Grand-Prix-Serie bevor. Der
19-Jährige erhielt für den Grand Prix Skate Canada in Kelowna (30.
Oktober bis 1. November 2026) kurzfristig eine Einladung als
Nachrücker und ist auf dem Weg nach Kanada.
Die Saison ist für Genrikh Gartung mit dem Gewinn der Silbermedaille bei
der Nebelhorn Trophy in Oberstdorf und einem starken vierten Platz mit
Bestleistung von 238,45 Punkten bei der Budapest Trophy sehr gut
gestartet. Diese starken Ergebnisse haben dem EM- und WM-Finalisten
von 2026 nun einen zweiten Grand-Prix-Startplatz beschert. Einen Platz bei
der Finlandia Trophy in Helsinki (Finnland; 20. bis 22. November 2026)
hatte der Läufer des EC Oberstdorf bereits vor der Saison sicher, nun darf
sich der talentierte Vierfachspringer über eine zusätzliche Teilnahme bei
Skate Canada freuen und sich mit den Besten der Welt messen.
Bei seinem Grand-Prix-Debüt in Kelowna trifft Genrikh Gartung, der von
seinem Trainer Niko Ulanovsky begleitet wird, auf starke Konkurrenz. Mit
dem WM-Vierten aus Kanada Stephen Gogolev, dem EM-Dritten Georgii
Reshtenko (Tschechien), dem Esten Mihhail Selevko, dem WM-Siebten
Kevin Aymoz (Frankreich) und Junioren-Weltmeister Rio Nakata (Japan)
bahnt sich ein hochklassiger Wettbewerb an. Das Kurzprogramm der
Männer findet in der Nacht von Freitag auf Samstag (31. Oktober, 02:00
Uhr, deutsche Zeit) statt, die Kür-Entscheidung fällt in der Nacht von
Samstag auf Sonntag (1. November, 00:40 Uhr, deutsche Zeit). Für den
jungen Deutschen geht es darum, sich bei seinem ersten Grand-Prix-Auftritt
gut zu präsentieren und wichtige Erfahrungen für seinen zweiten Grand-
Prix-Start zu sammeln.
Der Grand Prix Skate Canada wird live bei Eurosport/Discovery+ und ggf.
auf dem Youtube-Kanal der International Skating (ISU) übertragen.
Michail Savitskiy entscheidet sich für neue
Eistanz-Partnerschaft
(DEU, 28.10.2026) Der zweimalige Junioren-WM-Medaillengewinner
im Eistanzen Michail Savitskiy hat kurz vor dem Start in seine erste
Senioren-Saison die Partnerin gewechselt. Der 23-Jährige vom EC
Oberstdorf will fortan mit der gebürtigen US-Amerikanerin Elizabeth
Tkachenko, die für Israel gestartet ist, international Wettbewerbe für
Deutschland bestreiten, sobald das Paar die Startfreigabe hat.
Nach dem Ende seiner langjährigen, sehr erfolgreichen Junioren-
Partnerschaft mit Darya Grimm, hatte Michail Savitskiy vergangenen
Sommer mit der Japanerin Sara Kishimoto ein neues Eistanz-Paar
gebildet. Doch vor Beginn der Wettkampfsaison, entschied das Paar,
getrennte Wege zu gehen. Eine Entscheidung, die nicht leichtgefallen ist.
"Es gab verschiedenste Gründe, aber wir sind im Guten
auseinandergegangen und ich wünsche Sara nur das Beste für ihre
Zukunft", erklärt Michail Savitskiy, der sich nun mit der gebürtigen US-
Amerikanerin Elizabeth Tkachenko (20) eine aussichtsreiche Zukunft
ausmalt. Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) hat daher die Startfreigabe
beim israelischen Verband beantragt und bereits erhalten. Nun steht noch
die Bestätigung des Weltverbandes (ISU) aus.
"Ich finde die ganze Geschichte zwischen Liza und mir ist sozusagen eine
Wendung des Schicksals. In 2024 standen wir gemeinsam auf dem
Podium der Junioren-Weltmeisterschaften mit jeweils anderen Partnern
und jetzt sind wir an einer Seite. Damals haben wir uns gegenseitig gar
nicht so sehr beachtet, aber dafür sind wir jetzt nach so kurzer Zeit schon
wie beste Freunde und Teil eines Ganzen auf dem Eis", berichtet der
zweimalige Medaillengewinner des Junior-Grand-Prix-Finals. "Wir haben
beide schon sehr gute Erfolge, die für uns sprechen."
Derzeit läuft das gemeinsame Training auf Hochtouren. "Wir sind aktuell
noch im Labor und brauen uns Programme zusammen. Wir können jetzt
schon sagen, dass es anspruchsvolle und sehr erwachsene Programme
werden. Wir hoffen, dass wir trotz der Spätzündung ein grandioses
Feuerwerk auf die Bühne bringen und hoffentlich auch international
präsentieren können", meint Michail Savitskiy hochmotiviert. Sobald die
Startfreigabe vorliegt, will das neue perspektivreich Paar durchstarten.
"Unser Ziel ist es, schon bei den Deutschen Meisterschaften in Krefeld
mitzulaufen und uns so früh wie möglich zu präsentieren und in den
Wettkampffluss zurückzukehren."
Deutsche Juniorenmeisterin Anna Gerke
wechselt zum Paarlaufen
(DEU, 26.10.2026) Die zweifache Deutsche Juniorenmeisterin Anna
Gerke wechselt die Eiskunstlauf-Disziplin. Die 15 Jahre alte
Einzelläuferin will ihre Karriere fortan im Paarlaufen fortsetzen. Hier
rechnet sich die talentierte Eiskunstläuferin des ERC Westfalen
Kunstlauf Dortmund noch größere Chancen auf eine erfolgreiche
Olympia-Teilnahme in der Zukunft aus.
Seit 2017 gehört Eiskunstlaufen zum Alltag von Anna Gerke, die sich in
den vergangenen neun Jahren intensiv dem Einzellaufen gewidmet hat
und in dieser Zeit fünfmal in Folge den deutschen Meistertitel in ihrer
Altersklasse holte, dreimal im Nachwuchs und zweimal bei den Junioren.
Dabei sammelte die gebürtige Düsseldorferin viele wertvolle Erfahrungen
bei nationalen und internationalen Wettkämpfen und vertrat Deutschland
in der Junior-Grand-Prix-Serie und zweimal bei den Junioren-
Weltmeisterschaften, wo sie 2026 in Tallinn (Estland) das Finale erreichte.
Der Wechsel zum Paarlaufen war ursprünglich nicht geplant. "Im
Leistungssport gibt es neben vielen schönen Momenten auch
Entscheidungen und Situationen, die man sich anders gewünscht hätte.
Manchmal eröffnen sich dadurch aber auch ganz unerwartet neue Wege.
Als sich für mich kurzfristig die Möglichkeit ergab, das Paarlaufen
auszuprobieren, habe ich mich entschieden, diese Chance zu nutzen",
erklärt Anna Gerke. Die Deutsche Juniorenmeisterin hat mit dem gut
ausgebildeten russischen Paarläufer Nikita Finokhin einen Partner
gefunden, mit dem sie zukünftig international für Deutschland starten will.
Die Startfreigabe beim russischen Verband wurde seitens der Deutschen
Eislauf-Union (DEU) beantragt.
Das Vorgehen folgt der Strategie der DEU für den neuen Olympiazyklus:
Gut ausgebildete Einzelläufer*innen durch einen Disziplin-Transfer für das
Paarlaufen zu gewinnen und so die Königsdisziplin des deutschen
Eiskunstlaufs – mit den Weltmeistern Minerva Hase/Nikita Volodin an der
Spitze – nachhaltig zu stärken und langfristig internationale Erfolge zu
ermöglichen.
Was Anna Gerke am Paarlaufen besonders spannend findet ist das
Laufen mit einem Partner. "Jeder bringt seine eigenen Stärken mit, und
man muss lernen, diese miteinander zu verbinden. Ich finde es
interessant zu sehen, was man als Team erreichen kann, wenn beide
dasselbe Ziel haben und gemeinsam daran arbeiten", sagt Anna Gerke
über ihre neue Leidenschaft für die Paar-Disziplin. Als starke
Einzelläuferin mit einer Palette an Dreifach-Sprüngen bringt sie sehr gute
Voraussetzungen für das Paarlaufen mit. Eine Herausforderung ist es nun
die Paarlauf-Elemente zu erlernen. "Natürlich ist vieles noch neu für mich.
Nach so vielen Jahren im Einzellaufen muss ich mich in manchen Dingen
erst umstellen. Aber gerade das macht mir Spaß", meint die
Dortmunderin. "Ich lerne neue Elemente, entdecke andere Seiten des
Eiskunstlaufens und merke dabei auch, dass ich selbst noch ganz neue
Fähigkeiten entwickeln kann. Ich bin gespannt, wohin uns dieser
gemeinsame Weg führen wird."
Hocke/Kunkel
jubeln über Bronze
bei Grand Prix de
France
(DEU, 26.10.2026, Foto: ©
ISU) Die Berliner Paarläufer
Annika Hocke/Robert
Kunkel dürfen zum
Saisonstart beim Grand
Prix de France in Angers
(Frankreich) über die
Bronzemedaille jubeln. Die
Olympia-Zehnten konnten
ihren dritten Platz vom Kurzprogramm in der Kür verteidigen
und fackelten im letzten Programmteil ein Feuerwerk an
spektakulären Einlagen ab.
Zum dritten Mal in ihrer Karriere erreichten Annika Hocke/Robert
Kunkel am Sonntag das Podium in der höchsten internationalen
Wettbewerbsserie im Eiskunstlaufen. Beim Grand Prix de France
liefen die WM-Siebten mit 179,74 Punkten auf den Bronzeplatz. Nach
einem schwierigen Start konnten die DEU-Paarläufer in der zweiten
Hälfte des Programms ihre Stärken ausspielen und beendeten ihre
Kür zu einem Queens-Medley mit ihrem spektakulären Headbanger.
Dreifach-Twist, Dreifach-Würfe, Hebungen und Choreo-Elemente
sorgten für viele Punkte. Eine starke Leistung der Berliner, die in der
Vorbereitung von einer Fußverletzung Hockes gehandicapt waren
und mit großem Einsatz gerade rechtzeitig zum ersten Grand Prix der
Saison fit wurden. Zuletzt war das deutsche Top-Paar 2023 bei Skate
America mit Gold in den Medaillenrängen eines Grand Prix gewesen,
2022 gab es schon einmal Bronze beim Grand Prix de France.
"Für uns ist die Medaille eine ganz große Belohnung für die harte
Arbeit, die wir in den letzten Wochen in das Training gesteckt haben,
für alle Zweifel, alle Tränen, die geflossen sind, und auch eine
Belohnung für unser ganzes Team, das uns unterstützt hat", sagt
Annika Hocke. "Unsere Vorbereitung war eine Gratwanderung und
gar nicht so leicht. Unser Trainer Nolan Seegert hat echt einen guten
Job gemacht, uns auf den Grand Prix vorzubereiten." Die Fans in der
Halle waren vom Endspurt des rockigen Programms begeistert. "Es
war super, dass die Kür fürs Publikum genauso aufgegangen ist, wie
wir das geplant hatten, das war unser Hauptziel", meint Robert
Kunkel. Punktetechnisch ist für die nächsten Wettbewerbe noch mehr
drin, das Paar freut sich zurück ins Training zu gehen und weiter zu
arbeiten. Ihr nächster Start ist in vier Wochen beim Grand Prix
Finlandia Trophy in Helsinki (Finnland; 20./21. November 2026).
Der Sieg in Angers ging an die georgischen Europameister Anastasiia
Metelkina/Luka Berulava (204,65 Punkte), Rang zwei an die unter
neutraler Flagge startenden Russen Aleksandra Boikova/Dmitrii
Kozlovskii (197,66 Punkte). Die Regeländerungen im Paarlaufen der
International Skating Union (ISU) mit Einführung der Choreo-Hebung
und Choreo-Pirouette bringt neue Kreativität in die Disziplin und
macht die Paarlauf-Kür für das Publikum nochmal attraktiver (zu den
kompletten Ergebnissen).
DEU-Bundesstützpunkte Berlin, Dortmund
und Oberstdorf bis 2030 anerkannt
(DEU, 23.10.2026) Diese Mitteilung erhielt die Deutsche Eislauf-Union
(DEU) ganz aktuell. Somit sind die Trainingsmöglichkeiten auf dem
Weg zu den Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich für die
Top-Athlet*innen und den Nachwuchs gesichert.
Die Entscheidung von Bundeskanzleramt und dem Deutschen
Olympischen Sportbund (DOSB) teilte das Bundesverwaltungsamt mit.
Anerkannte DEU-Bundesstützpunkte bleiben Berlin, Dortmund und
Oberstdorf zunächst bis zum 31. Dezember 2030. Somit sind die
nationalen Trainingsbedingungen im neuen Olympiazyklus auf dem Weg
zu den Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich weitergegeben. An
allen drei Standorten sind die olympischen Disziplinen Einzellaufen
(Frauen/Männer) und das Eistanzen angesiedelt, Paarlaufen fokussiert
sich auf Berlin und Oberstdorf. Wie das Bundesministerium des Innern
(BMI) zu einem früheren Zeitpunkt mitgeteilt hatte, steht die weitere
Anerkennung unter dem Vorbehalt einer Neubewertung durch die
unabhängige Sportagentur nach ihrer Arbeitsaufnahme.
"Wir begrüßen die Befürwortung unserer drei Bundesstützpunkte, die für
die Entwicklung unserer Sportart im neuen Olympiazyklus von zentraler
Bedeutung sind. Im Fokus steht in den kommenden Jahren die
Modernisierung und der Ausbau der Sportinfrastruktur an den
Bundesstützpunkten sowie die qualitative und quantitative
Trainingsverbesserung", sagt DEU-Sportdirektor Jens ter Laak. "Dies
umfasst den Ausbau der Trainerteams und leistungsstarker
Trainingsgruppen sowie die Verbesserung der Vereinbarkeit von Schule
und Leistungssport. Darüber hinaus ist der Netzwerkgedanke durch den
Aufbau von Talentzentren zu etablieren, um den Unterbau der
Bundesstützpunkte mittel- und langfristig sicherzustellen, und eine
Internationalisierung zum Erhalt der Konkurrenzfähigkeit unumgänglich."
Berlin ist die Trainingsheimat der beiden deutschen Top-Paare Minerva
Hase/Nikita Volodin und Annika Hocke/Robert Kunkel und einer der
wichtigsten Standorte für Eiskunstlaufen in Deutschland. Die neue
olympische Disziplin Synchro9 wird perspektivisch am Bundesstützpunkt
Berlin aufgenommen werden. Die Etablierung von Synchro9 in
Deutschland ist eine Chance für einen weiteren Kreis an
Leistungssportlerinnen, sich den olympischen Traum ab 2030 zu erfüllen.
Ticketverkauf für DEU-
Christmas-Gala &
Deutsche
Meisterschaften im
Eiskunstlaufen in Krefeld
gestartet
(DEU, 23.10.2026) Die Deutsche
Eislauf-Union (DEU) veranstaltet die
kommenden Deutschen
Meisterschaften im Eiskunstlaufen mit
Christmas-Gala am 18./19. Dezember 2026 in der YAYLA ARENA in
Krefeld. Ab sofort sind Tickets für dieses Highlight zum Early-Bird-
Vorzugspreis bei Eventim.Light erhältlich. Stars des Events sind die
Paarlauf-Weltmeister Minerva Hase/Nikita Volodin, in der DEU-
Christmas-Gala treten zudem internationale Stars auf.
Die Christmas-Gala und die Deutschen Meisterschaften im Eiskunstlaufen
werden kurz vor Weihnachten am Eissport-Standort Krefeld zu einem
stimmungsvollen Highlight für alle Sport- und Eiskunstlauffans der Region
und darüber hinaus. Bei den Deutschen Meisterschaften kämpfen
Deutschlands beste Eiskunstläufer*innen um die Paarlauf-Weltmeister
Minerva Hase/Nikita Volodin um Titel und Medaillen. Für die Athlet*innen
sind die Meisterschaften die letzte Qualifikationsmöglichkeit für die
Eiskunstlauf-Europameisterschaften 2027 in Lausanne (Schweiz; 25. bis
31. Januar 2027). Nach den Kurzprogrammen und Küren wartet als
feierlicher Abschluss der Veranstaltung die DEU-Christmas-Gala. Zum
Schaulaufen am Samstagabend (19. Dezember) werden nationale und
internationale Stars der Eiskunstlauf-Szene erwartet.
Mit dem neuen, attraktiven Konzept der integrierten Gala erreicht die
Präsentation der nationalen Meisterschaft in der modernen YAYLA ARENA
Krefeld, der Heimspiel-Stätte des Erstliga-Eishockeyteams Krefeld
Pinguine, dieses Jahr ein neues Level. Das DM-Weihnachtsevent wird in
Zusammenarbeit mit der Seidenweberhaus GmbH, dem Betreiber der
Multifunktionsarena, durchgeführt. Das erfahrene Veranstaltungsteam will
das DM-Weihnachtsevent gemeinsam mit der DEU an dieser einzigartigen
Event-Location für die Zuschauer*innen zu einem unvergesslichen Erlebnis
machen.
Der Ticketverkauf für die Deutschen Meisterschaften und die Christmas-
Gala ist am Donnerstag gestartet. Ab sofort sind Tickets für die Titelkämpfe
und das Schaulaufen bei Eventim.Light zum Early-Bird-Preis erhältlich.
Eiskunstlauf- und Sportfans können sich bis zum 8. November 2026 die
besten Plätze in der Arena zum Vorzugspreis sichern. Anschließend wird
der Oberrang geöffnet und es gelten die regulären Ticketpreise. Zum DM-
Ticketvorverkauf der Early-Bird-Tickets.
Zu den 128. Deutschen Meisterschaften im Eiskunstlaufen:
Die DM-Titel werden in den fünf Meisterklasse-Wettbewerben Damen,
Herren, Paarlaufen, Eistanzen und Synchroneiskunstlaufen (Disziplin
Synchro 12-16) vergeben. Die Kurzprogramme finden am Freitagabend
(18. Dezember) statt, die Medaillenentscheidungen fallen in der Kür ab
Samstagmittag (19. Dezember). Die Teilnehmerfelder der Meisterklasse
werden durch die besten Junior*innen des Landes bereichert. Am
Samstagabend zeigen die neuen Deutschen Meister*innen zusammen mit
internationalen Eiskunstlauf-Stars in der DEU-Christmas-Gala ihr Können.
Neues Eistanz-Paar
Grimm/Rodin qualifiziert
sich für Junior-Grand-
Prix-Finale 2026
(DEU, 14.10.2026, Foto: © ISU) Das
neue deutsche Eistanzpaar Darya
Grimm/Grigorii Rodin hat sich mit einem
Sieg und einem zweiten Platz in der
Junior-Grand-Prix-Serie für das Junior-
Grand-Prix-Finale der Weltbesten 2026 in
China qualifiziert. Mit einer weiteren
Medaille im Eistanzen und starken
Ergebnissen bei den Juniorinnen sorgten
die insgesamt 19 deutschen
Teilnehmer*innen in der höchsten
Wettbewerbsserie des Nachwuchs-Eiskunstlaufens für eine erfolgreiche
Bilanz. Einige sind bereits Kandidat*innen für die Olympischen
Winterspiele 2030.
Dem neuen Eistanz-Paar Darya Grimm/Grigorii Rodin (EC
Oberstdorf/ERC Westfalen Kunstlauf Dortmund) ist ein sensationell guter
Einstand in die ersten gemeinsamen Wettkämpfe gelungen. Mit einem
Sieg beim Junior Grand Prix in Ljubljana (Slowenien) und einem zweiten
Platz beim Junior Grand Prix in Batumi (Georgien) schaffte das Duo auf
Anhieb die Qualifikation für das Junior-Grand-Prix-Finale der sechs
weltbesten Junioren-Eistanzpaare in Chongqing (China; 10. bis 13.
Dezember 2026). Im Vergleich zu ihrem ersten Wettkampf konnten sich
Grimm/Rodin in Ljubljana deutlich steigern. Mit dem besten Waltzer-
Rhythm Dance und der besten Kür zum bekannten Song "Like A Prayer"
von Madonna dominierte das Duo in beiden Programmteilen und sicherte
sich mit der herausragenden Leistung von 169,40 Punkten souverän den
Junior-Grand-Prix-Sieg vor den Franzosen Ambre Perrier
Gianesini/Samuel Blanc Klaperman (164,00 Punkte).
"Ich bin so glücklich über unseren Erfolg und gleichzeitig geschockt von
den hohen Punktzahlen", sagte Darya Grimm, die in der Vorbereitung
aufgrund einer Fußverletzung nur fünf Minuten täglich für einen
Programmdurchlauf aufs Eis konnte und sich ansonsten mit alternativem
Training fit hielt. "Ich kann es nicht glauben, dass die zwei Wettbewerbe
und die gesamte Vorbereitung darauf nun schon zu Ende sind. Ich denke,
wir können sehr stolz auf uns sein, was wir geschafft haben", freute sich
Grigorii Rodin, der seit sechs Jahren keinen internationalen Wettbewerb
bestritten hatte.
Medaillenkandidaten für Junioren-Weltmeisterschaften 2027 in Sofia
Mit ihrem früheren Partner Michail Savitskiy war Darya Grimm bereits
zweimal im Junior-Grand-Prix-Finale gestanden und hatte jeweils Bronze
geholt, auch bei der Junioren-WM 2024 und 2025 standen sie ebenfalls
zweimal auf dem Podest. Ihre erfolgreiche Laufbahn setzt die 19-Jährige
nun mit ihrem neuen Partner und Ehemann Grigorii Rodin fort. Die
talentierten Eistänzer, die für Bayern und Nordrhein-Westfalen starten,
gelten als aussichtsreiche Medaillenkandidaten für die Junioren-
Weltmeisterschaften 2027 in Sofia (Bulgarien; 24. bis 28. Februar 2027).
Eine weitere Junior-Grand-Prix-Medaille im Eistanzen holte das
Zwillingspaar Enikö Kóbor/Zoárd Kóbor (Düsseldorfer EG) mit Bronze in
Riga.
Im Einzellaufen kam die Berlinerin Diana Ziesecke beim letzten Junior-
Grand-Prix in Danzig (Polen) einer Medaille sehr nahe. Mit zwei fast
fehlerfreien Programmen und sehr guten 178,20 Punkten wurde die erst
14-Jährige herausragende Vierte. Insgesamt verzeichneten die vier DEU-
Juniorinnen zwei Top-Ten-Resultate und zeigten darüber hinaus in
einzelnen Programm-Teilen, dass sie mit den weltbesten ihrer Altersklasse
mithalten können. Bei den Junioren erzielte der Berliner Leon Rojkov mit
der fünftbesten Kür inklusive zwei Dreifach-Axeln und 184,30 Punkten mit
Rang sieben in Danzig das beste deutsche Ergebnis bei den Jungs.
Michelangelo Caprano (EC Oberstdorf) hat dahinter gute Chancen auf
den zweiten Startplatz für die Junioren-WM 2027.
Große Bühne für Junioren bei DM in Krefeld, Olympische
Winterspiele 2030 im Visier
Unter den insgesamt 19 jungen Eiskunstläufer*innen, die an der Junior-
Grand-Prix-Serie 2026 teilgenommen haben, sind vielversprechende
Talente. "Die diesjährige Junioren-Grand-Prix-Serie zeigt die Perspektiven
der DEU im neuen Olympiazyklus auf. Wir sind mit 5 Eistanzpaaren, 4
Damen und 5 Herren vertreten gewesen. Lediglich im Paarlaufen konnten
wir noch keine Sichtbarkeit bei den Junioren herstellen, da arbeiten wir
dran", bilanziert DEU-Sportdirektor Jens ter Laak. "Die Leistungen im
Eistanzen, allen voran natürlich die herausragenden Auftritte von Darya
Grimm und Grigorii Rodin in Batumi und Ljubljana, lassen eine Medaille
für das Junior-Grand-Prix-Finale nicht unwahrscheinlich erscheinen.
Insgesamt konnten wir im Eistanzen bei neun Starts sieben Top-10-
Platzierungen erzielen, darunter drei Medaillen."
Das Abschneiden der Junioren Damen lässt den Sportdirektor
hoffnungsvoll in die Zukunft blicken: "Bei den Damen bewies Diana
Ziesecke ihr großes Potential und wurde mit fast 180 Punkten und zwei
sauberen Programmen bei ihrem zweiten Auftritt im Danzig mit Platz 4
belohnt. Auch die drei weiteren Juniorinnen Anna Gerke, Adelina
Voroteliak und Sophie Erhardt konnten sich mit den Plätzen 10 bzw. 12
und zwischen 149 bis 153 Punkten mit international konkurrenzfähigen
Programmen sehen lassen. Die derzeit schwächste Disziplin im
Seniorenbereich trumpft also mit perspektivreichen jungen Damen auf."
Unter den deutschen Junior*innen sieht Jens ter Laak bereits potenzielle
Teilnehmer*innen für die Olympischen Winterspiele 2030 in Frankreich:
"Darya Grimm/Grigorii Rodin zählen bei guter Gesundheit sicher zu den
aussichtsreichen Kandidaten. Bei den Damen und Herren dürfte man
spätestens 2028 sehen können, wo sich die 'jungen Wilden' einsortieren,
Potential haben sie alle." Einige von Deutschlands besten Juniorinnen und
Junioren werden die Starterfelder der kommenden Deutschen
Meisterschaften im Eiskunstlaufen in Krefeld (18./19. Dezember 2026)
bereichern und dort ihr Können vor großem Publikum präsentieren.
Berlin wegweisend für Zukunft der neuen
olympischen Disziplin Synchro9
(DEU, 08.09.2026) Der DEU-Bundesstützpunkt Berlin stand am
vergangenen Wochenende ganz im Zeichen der neuen olympischen
Eiskunstlauf-Disziplin Synchro9. Aus der ganzen Welt kamen im
Rahmen des ISU-Development-Seminars mehr als 50 Trainer*innen
und Offizielle, um mit dem Weltverband, der International Skating
Union (ISU), Regelwerk und Bewertungssystem für das neue Format
Synchro9 weiter zu entwickeln. Die zwei deutschen Demo-Teams aus
Berlin und Chemnitz überzeugten mit ihren Programm-Präsentationen,
die DEU-Verantwortlichen sammelten wichtige Erkenntnisse für die
nächsten Schritte, um ein starkes Synchro9-Team für die Olympia-
Premiere 2030 in Frankreich aufzubauen.
Es war ein kleiner historischer Moment, als die beiden deutschen
Synchro9-Junior-Teams aus Berlin und Chemnitz am Samstag drei
verschiedene Programme vor der versammelten Synchron-Expertise
präsentierten. Hochrangige Vertreter der ISU und Weltmeister-Coaches
waren ins Sportforum Berlin gekommen, um beim ISU-Synchro9-
Development-Seminar die Weichen für die Zukunft der neuen olympischen
Disziplin zu stellen. Synchro9 wird bei den Olympischen Winterspielen 2030
in Frankreich erstmals ins olympische Programm aufgenommen. Ein großer
Schritt für die Sportart Synchroneiskunstlaufen, die sich in den
vergangenen Jahren mehr und mehr professionalisiert und an Beliebtheit
gewonnen hat.
"Der Sport erhält durch die olympische Bühne, die Aufmerksamkeit, die er
verdient", sagt DEU-Geschäftsführerin Tatjana Wagner bei der
vorgeschalteten DEU-Pressekonferenz. Die Synchron-Expertin freut sich,
mit der Ausrichtung des ISU-Seminars in Berlin von Anfang an dabei zu
sein und sich als wichtige Synchron-Nation zu positionieren. Mit Synchro9 –
die Synchron-Teams bestehen nur mehr aus neun statt wie bisher 16
Läuferinnen – wird eine ganz neue Disziplin ins Leben gerufen, die für
Trainer*innen und Sportlerinnen eine große Herausforderung darstellt.
"Synchro9 lebt von Schnelligkeit und möglichst klaren Bildern auf dem Eis.
Enthalten sind Elemente aller Eiskunstlauf-Disziplinen und
synchronspezifische Elemente, die eine Gesamtkomposition ergeben."
Für das Synchro9-Programm der ersten Wettbewerbsrunde, ist als Thema
Street Dance für die nächsten beiden Saisons vorgegeben, was moderne
Tanz-Elemente erwarten lässt. Das Team Berlin Junior lief sein "Themed
Program" u.a. zum bekannten Song Dickes B der Berliner Dancehall-Band
Seeed. Das dynamische, temporeiche Programm entsprach genau dem,
was sich der Weltverband von der neuen Disziplin verspricht: Sie soll ein
junges Publikum ansprechen und TV- und zuschauerfreundlich sein.
Szenen-Applaus gab es für den Group Lift der Berlinerinnen. Auch das Free
Program zum Thema "Mirror" interpretierte das deutsche Team innovativ
auf dem Eis. Beide Programme choreographierte Gert Hofmann. "Ich bin
sehr stolz auf die Mädels, wie sie die Programme mit dem hohen Tempo
mehrmals nacheinander gezeigt haben", sagt die Trainerin Vanessa Henke-
Hahn. "Die Motivation im Team ist sehr hoch, wir sind stolz darauf, Teil von
etwas Neuem zu sein und ein bisschen Geschichte mit zu schreiben."
Starke Trainerteams bilden
Das Chemnitzer Junior-Team meisterte anschließend seinen Auftritt des
Beats per Minute-Programms, das für das Battle-Format vorgesehen ist,
und erhielt ebenfalls positives Feedback. “Als Demo-Team beim Synchro9-
Development-Seminar in Berlin dabei zu sein, war für uns eine großartige
Möglichkeit, gemeinsam mit allen Beteiligten die Zukunft dieser neuen
Sportart mitzugestalten", meint Trainerin Jana Wagner, die mit ihrer
Kreativität und Leidenschaft für Synchron brennt. Etwas Aufregung war vor
dem Auftritt der Chemnitzerinnen auch dabei, denn es standen die
nationalen und internationalen Top-Player des Synchroneiskunstlaufens an
der Bande. Mit mehr Eiszeiten in Sachsen kann das Potenzial noch besser
ausgeschöpft werden, man hofft auf neue Interessierte für Synchron in der
Region.
"Dass sich unsere Teams vorstellen und ihre Programme mit dem neuen
Wertungssystem ausprobieren konnten, war ein riesengroßer Schritt nach
vorne. Dieser Meilenstein wird enorm zur Weiterentwicklung dieser Sportart
beitragen", berichtet Tatjana Wagner, die Synchron-Verantwortliche der
DEU. Die Wertungskriterien stellen die Schwerpunkte der Sportart heraus
und zeigen auf, welche Eigenschaften Sportlerinnen für Synchro9
brauchen. "Die Athletinnen müssen Allrounderinnen sein, die extrem gute
eisläuferische Fähigkeiten und einen starken Ausdruck mitbringen." Der
Fokus der Wertung liegt auf Schnelligkeit, Choreographie, Performance und
natürlich Synchronität. Das Wertungssystem mit der maximalen
Gesamtpunktzahl von 100 wie auch das Wettbewerbsformat von Synchro9
unterscheiden sich von den übrigen Eiskunstlauf-Disziplinen.
Die DEU-Synchron-Experten konnten von dem Wochenende viele wertvolle
Erkenntnisse mitnehmen. "Synchro9 ist eine neue Disziplin des
Synchroneiskunstlaufens, bei der wir neue Wege gehen müssen. Wir
brauchen sehr starke Trainerteams und eine ausreichende Förderung,
damit eine erfolgreiche Planung der Zukunft erfolgen kann", sagt die
Geschäftsführerin. Berlin ist in Deutschland der Standort für
Synchroneiskunstlaufen, das Sportforum Trainingsort des 30-fachen
Deutschen Meisters Team Berlin 1, zuletzt zweimal WM-Siebter und eines
der besten Synchro16-Teams der Welt. Auch bei der Etablierung nationaler
Synchro9-Teams wird der DEU-Bundesstützpunkt Berlin in den
kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen.
Weltmeisterin Minerva Hase über Synchro9: "Je mehr Eiskunstlauf,
desto besser"
"Synchro9 wird ein sehr interessantes Projekt, das wir als Verband mit
größtem Engagement angehen und hoffentlich mit den entsprechenden
Fördermitteln unterstützen können. Wir wollen gerade in Berlin auf die
bisherigen Erfolge im Synchroneiskunstlaufen aufbauen, das vorhandene
Potenzial nutzen und mit Synchro9 als fünfte olympische Eiskunstlauf-
Disziplin international sichtbar werden", meint DEU-Sportdirektor Jens ter
Laak. "Wir werden in den nächsten vier Jahren bis 2030 sicher anders
aufgestellt sein: Synchro9 kann auch für Einzelläuferinnen attraktiv werden,
das ist eine neue Motivation und diese Synergie-Effekte wollen wir nutzen."
Synchro9 ist für den Spitzenverband und die Vereinsentwicklung eine neue
Möglichkeit, sich im Wettkampfsport zu präsentieren. Zur Entwicklung der
Disziplin ist der Aufbau von Strukturen an den DEU-Bundesstützpunkten
geplant. "Ich sehe großes Potenzial für uns als Verband und die Sportart in
Deutschland. Als Mannschaftssport zieht es eine hohe Zahl an
Zuschauer*innen an, somit erreichen wir durch das zusätzliche Angebot ein
größeres Publikum und eine breitere Öffentlichkeit", so Jens ter Laak.
Die Erweiterung des Kanons an olympischen Eiskunstlauf-Disziplinen
begrüßt auch die Berliner Paarlauf-Weltmeisterin Minerva Hase. "Je mehr
Eiskunstlauf, desto besser", scherzt die 27-Jährige bei der
Pressekonferenz. "Synchroneiskunstlaufen hat in den letzten Jahren viel an
Popularität dazugewonnen und Synchro9 ist ein schönes neues Konzept,
mit dem die Sportart olympisch werden konnte. Ich bin sehr gespannt, was
in den nächsten vier Jahren entstehen wird. Wir haben beim WM-
Schaulaufen in Prag einen Vorgeschmack bekommen. Das war ziemlich
beeindruckend, was die Mädels aufs Eis gebracht haben. Je mehr Präsenz
Eiskunstlaufen im TV und in den Medien hat, desto besser. Von daher freue
ich mich über die neue Disziplin."
Die erste Synchro9-Saison beginnt mit vier international anerkannten
Wettbewerben in Irvine (USA; 7./8. November 2026), Vantaa (Finnland;
28./29. November 2026), Rouen (Frankreich; 29./30. Januar 2027) und
Budapest (Ungarn; 20./21. Februar 2027). Saison-Höhepunkt werden die
großen Synchron-Weltmeisterschaften 2027 in Nottingham (Großbritannien;
27. März bis 4. April 2027) mit mehr als 1.000 Teilnehmer*innen. Dort
werden über eine Woche lang die Welttitelkämpfe für die Disziplinen
Synchro 12-16 und Synchro9 jeweils für Junior- und Senior-Teams
stattfinden. Ein wichtiges Zwischenziel für die Junioren sind die Winter
Youth Olympic Games 2028 in den italienischen Alpen, wo Synchro9 auf
kleinerer Bühne seine olympische Premiere feiert.
Synchroneiskunstlaufen feiert bei
Winterspielen 2030 Olympia-Premiere
(DEU, 08.07.2026) Der Traum wird wahr! Synchroneiskunstlaufen wird bei
den Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich erstmals olympisch.
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Disziplin mit dem
neuen Format “Synchro 9” in das Olympische Programm aufgenommen,
wie die International Skating Union (ISU) am Dienstag mitteilte. Die
Deutsche Eislauf-Union (DEU) visiert eine Olympia-Teilnahme in vier
Jahren an.
Die brandneue Synchroneiskunstlauf-Disziplin "Synchro9" wird Teil des
Wettkampf-Programms der Olympischen Winterspiele 2030 in Frankreich
sein. "Dass Synchroneiskunstlaufen mit der Disziplin Synchro9 olympisch
wird, ist eine weitreichende Entscheidung für unsere Sportart. Wir
kommen mit einer neuen Team-Disziplin in das olympische Programm.
Damit geht der Traum vieler Synchronläuferinnen in Erfüllung und wir
wollen uns als eine der stärksten Synchron-Nationen für diese Olympia-
Premiere qualifizieren", sagt DEU-Geschäftsführerin Tatjana Wagner, bei
der Deutschen Eislauf-Union für Synchroneiskunstlaufen verantwortlich.
Unter anderem durch die Aufnahme der Eiskunstlauf-Team-Disziplin
Synchro9 sollen die Olympischen Winterspiele 2030 zu den ersten
Winterspielen mit geschlechtergerechter Teilnehmer- und
Wettbewerbsanzahl werden, wie das IOC mitteilte.
Bei der neu entwickelten Disziplin "Synchro9", die vom Weltverband ISU
jung, modern, TV- und zuschauerfreundlich konzipiert wird, umfassen die
Synchron-Teams statt bisher 16 Läufer*innen nur 9 (ausschließlich
weibliche) Sportlerinnen. Synchron beinhaltet Elemente aller Eiskunstlauf-
Disziplinen Einzellaufen, Paarlaufen und Eistanzen und das mit der
Herausforderung, diese als Team synchron auszuführen. In welche
Richtung "Synchro9" technisch genau gehen wird, zeigt die kommende
Saison 2026/2027. Dann wird die neue Disziplin, die bei der Synchron-
WM 2026 in Salzburg von drei Demo-Teams aus Finnland, USA und
Kanada vorgestellt wurde, zunächst ihre internationale Wettkampf-
Premiere feiern. Die ISU richtet 2027 eine große Weltmeisterschaft für
Synchro 9 und Synchro 12-16 in Nottingham (Großbritannien; 26. März
bis 4. April 2027) aus.
Die Deutsche Eislauf-Union befasst sich als viertbeste Nation der
vergangenen SYS-Weltmeisterschaften (Synchro 16) bereits frühzeitig mit
der neuen Synchron-Disziplin, um sich mit gut ausgebildeten Synchro9-
Teams für die olympischen Wettbewerbe qualifizieren zu können. Die DEU
wird mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem
Bundeskanzleramt im Rahmen der Strukturgespräche die
Fördermöglichkeiten für die neue olympische Disziplin
Synchroneiskunstlaufen verhandeln, um den Leistungssport Synchron
zielführend zu entwickeln. Auf dem Weg zu den Olympischen
Winterspielen 2030 warten als wichtige Zwischenetappen die
Olympischen Jugend-Winterspiele 2028 in Dolomiti Valtellina (Italien), wo
das Format Synchro9 für den Anfang im kleineren Rahmen olympisch
wird, und die Multi-WM 2028 der ISU-Eissportarten Eiskunstlaufen,
Synchron, Eisschnelllauf und Short Track in Peking (China). Durch die
neuen olympischen Perspektiven gewinnt Synchroneiskunstlaufen an
Attraktivität, auch für gut ausgebildete Eiskunstläuferinnen der anderen
Disziplinen.
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