Nachrichten vom deutschen Eiskunstlauf-Fachverband
(Quelle: DEU, Stand: 20.01.2026)
v.l.n.r.: Minerva Hase / Nikita Volodin (Berliner SV 1892 / BER), Annika Hocke / Robert Kunkel (SC Charlottenburg / BER), Jennifer Janse van Rensburg /
Benjamin Steffan (EC Oberstdorf / BAY) - Fotos: © Picture Alliance
Road to Milano - DOSB nominiert sechs Eiskunstläufer für Olympische Winterspiele 2026 in Mailand/Cortina
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat am Dienstag das deutsche Team für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand/Cortina (Italien;
5. bis 21. Februar) nominiert. Aus der Sportart Eiskunstlaufen wurden sechs Athlet*innen in das Team D berufen, darunter die Paarlauf-Vize-
Weltmeister Minerva Hase / Nikita Volodin.
(DEU, 20.01.2026) Sechs Eiskunstläufer* innen können sich in wenigen Wochen ihren Traum von der Olympia-Teilnahme erfüllen! Der DOSB nominierte
insgesamt 183 Sportler*innen aus 14 verschiedenen Wintersportarten für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand/Cortina. Unter den Nominierten sind
von der Deutschen Eislauf-Union (DEU) zwei Duos im Paarlaufen und ein Eistanzpaar.
Nominierte Eiskunstläufer*innen für die Olympischen Winterspiele 2026:
Paarlaufen: Minerva Hase / Nikita Volodin (Berliner SV 1892 / BER), Annika Hocke / Robert Kunkel (SC Charlottenburg / BER)
Eistanzen: Jennifer Janse van Rensburg / Benjamin Steffan (EC Oberstdorf / BAY)
Für die frisch gekürten Vize-Europameister im Paarlaufen Minerva Hase / Nikita Volodin sind es die ersten gemeinsamen Olympischen Winterspiele. Bei den
Winterspielen 2022 in Peking (China) war die 26-Jährige mit ihrem ehemaligen Partner Nolan Seegert am Start. Auch Paarläuferin Annika Hocke bringt
Olympia-Erfahrung mit. Die 25-Jährige war 2018 bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (Südkorea) mit ihrem damaligen Partner Ruben
Blommaert angetreten. Acht Jahre später kann sich Hocke mit ihrem Partner Robert Kunkel nach einem starken vierten Platz bei der EM in Sheffield zum
zweiten Mal den Olympia-Traum erfüllen. Für die Oberstdorfer Eistänzer Jennifer Janse van Rensburg / Benjamin Steffan ist die erste Olympia-Teilnahme das
Ziel einer zehnjährigen gemeinsamen Reise auf dem Eis. Nach der krankheitsbedingten EM-Absage bereiten sich die fünfmaligen Deutschen Meister auf ihr
Karriere-Highlight vor.
Die drei DEU-Paare erhielten im Vorfeld der Olympia-Nominierung beim Team D-Einkleidungsevent des DOSB ihre Ausrüstung für die Olympischen
Winterspiele und sind somit startklar für ihre Reise nach Mailand, wo die Eiskunstlauf-Wettbewerbe ausgetragen werden. Großes Ziel der DEU ist es, bei den
Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich wieder in allen vier Eiskunstlauf-Disziplinen und dem Team-Wettbewerb vertreten zu sein.
Hase / Volodin Vize-Europameister in Sheffield, Hocke / Kunkel starke Vierte
(DEU, 16.01.2026, Fotos: © Luca Tonegutti / ISU) Die Berliner Paarläufer Minerva Hase / Nikita Volodin haben bei den Eiskunstlauf-
Europameisterschaften in Sheffield (GBR; 14. Bis 18. Januar 2026) am Donnerstagabend die Silbermedaille gewonnen. Das zweite DEU-Paar Annika
Hocke / Robert Kunkel glänzte mit einer starken Kür und Platz vier.
Erfolgreicher Abend für die deutschen Paarläufer! Die Vize-Weltmeister Minerva Hase / Nikita Volodin konnten ihren zweiten Platz aus dem Kurzprogramm in
der Kür halten und sich den Titel des Vize-Europameisters sichern. Beste Elemente waren der Dreifach-Twist, der parallele Einzelsprung Dreifach-Salchow und
der Dreifach-Wurf-Salchow. Zwei Sprung-Elemente liefen nicht nach Plan und am Ende des Programms fehlte die Energie, um die letzte, spektakuläre Hebung
ganz auszuführen. Mit 203,87 Punkten erreichten die dreimaligen Deutschen Meister dennoch den Silberrang und fügten ihrer internationalen
Medaillensammlung einen weiteren großen Erfolg hinzu.
"Ich bin glücklich, dass wir bis zum Ende gekämpft haben. Es war nicht die Leistung, die wir uns erhofft haben, aber wir konnten uns die Silbermedaille sichern,
was sehr schön ist", sagte Minerva Hase. "Wir haben jetzt viel Motivation für das weitere Training mitgenommen und noch drei Wochen Zeit, um uns auf die
Olympischen Spiele vorzubereiten und dort hoffentlich unser volles Potenzial und das, was wir können, zu zeigen." Auch Nikita Volodin nimmt die Silbermedaille
gerne mit nach Hause: "Letztes Jahr haben wir die EM gewonnen, dieses Jahr sind wir Vize-Europameister, das ist auch ein großer Titel und sehr schön. Wir
freuen uns über diesen emotionalen Moment."
Das zweite deutsche Paar aus Berlin, Annika Hocke / Robert Kunkel, begeisterte
das Publikum mit ihrer Kür zum Meat Loaf-Song "I'd anything for love" und kam
mit 188,27 Punkten auf den vierten Platz. Nach der EM-Bronzemedaille 2023 ist
es das zweitbeste EM-Resultat ihrer Karriere. Schönste Sprung-Elemente waren
der Dreifach-Wurfflip und der parallele Dreifach-Salchow. "Wir sind sehr glücklich
mit unserem Programm, diese Leistung war für uns super wichtig und es hat
sehr viel Spaß gemacht", berichtete Annika Hocke. Ihr Partner Robert Kunkel
zog einen positiven Vergleich zum Vorjahr: "Wenn man schaut, wo wir letzte
Saison standen und was für eine schwierige Vorbereitung wir in diesem Sommer
durch meine Hand-Verletzung hatten, dann können wir sehr zufrieden sein."
Den Europameister-Titel im Paarlaufen holten sich in Sheffield die Georgier
Anastasiia Metelkina / Luka Berulava (215,76 Punkte). Bronze ging an die
Ungarn Maria Pavlova / Alexei Sviatchenko (202,56 Punkte). Bei den
Olympischen Winterspielen in Mailand (ITA; 5. bis 22. Februar 2026) bahnt sich
eine spannende Paarlauf-Entscheidung an: Mindestens sechs Paare auf
gleichem Niveau werden um die Medaillen kämpfen.
DEU-Sportdirektor Jens ter Laak: "Zählen im Paarlaufen zur Weltspitze"
DEU-Sportdirektor Jens ter Laak freute sich über die Ergebnisse der deutschen
Paare: "Wir haben bei der EM einmal mehr gezeigt, dass wir im Paarlaufen
gleich mit zwei Paaren zur internationalen Spitze zählen. Die EM als
Generalprobe für die Olympischen Spielen lieferte nochmal wichtige
Anhaltspunkte, an welchen Elementen in der unmittelbaren Vorbereitung auf
Mailand in den kommenden Wochen noch gearbeitet werden muss. Beide Paare
werden beim letzten Feinschliff von ihren Trainerteams optimal auf den
Saisonhöhepunkt eingestellt werden."
Angesichts der starken Ergebnisse der DEU-Paare bei der vorolympischen
Eiskunstlauf-EM hätten sich die deutschen Eiskunstlauf-Fans insbesondere die
frei zugängliche Livestream-Übertragung des EM-Kurzprogramms der Paare gewünscht. Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) haben über ihre Social-Media-
Kanäle zahlreiche Nachrichten der Fans erreicht, die den Eiskunstlauf im TV im Kanon der Wintersportarten oftmals vermissen und eine fehlende Live-
Übertragung trotz erworbener Rechte der öffentlich-rechtlichen Programme nicht nachvollziehen können. "Die Eiskunstlauf-EM ist der letzte Wettbewerb vor den
Olympischen Winterspielen, wo die Sportart Eiskunstlaufen durchaus zu den attraktivsten Sportarten zählen wird und wir im Paarlaufen stark vertreten sind. Um
den Nachwuchs zu begeistern und zu motivieren und Sponsoren zu gewinnen, sind wir auf die Medien-Präsenz der Highlights unserer Sportart angewiesen",
sagt Jens ter Laak im Hinblick auf die Zukunft und Weiterentwicklung der olympischen Sportart.
„Nach einem Berufsleben beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk, über zwanzig Jahre davon als Führungskraft beim Sport, habe ich keine überzogenen
Erwartungen. Aber dass in einer so erfolgsträchtigen Eiskunstlauf-Disziplin wie beim Paarlaufen kein Livestream des EM-Kurzprogramms möglich gewesen sein
soll, ist schwer vorstellbar“, ergänzt DEU-Präsident Dr. Andreas Wagner. Die EM-Kür-Finals werden übertragen.
Zwei Entscheidungen mit deutscher Beteiligung stehen bei der Eiskunstlauf-EM in Sheffield am Samstag (17. Januar) noch aus: Die Kür der Männer mit Genrikh
Gartung und der Kürtanz der Eistänzer mit Charise Matthaei/Max Liebers.
Eistänzer Janse van Rensburg/Steffan müssen EM-Start zurückziehen
(DEU, 14.01.2026) Die fünfmaligen Deutschen Eistanz-Meister Jennifer Janse van Rensburg/Benjamin Steffan müssen ihre Teilnahme an den Eiskunstlauf-
Europameisterschaften in Sheffield (GBR; 14. bis 18. Januar 2026) krankheitsbedingt absagen. So kommt das Eistanzpaar Charise Matthaei/Max Liebers
kurzfristig zum EM-Einsatz.
Die zweimaligen WM-Finalisten Jennifer Janse van Rensburg/Benjamin Steffan werden an den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Sheffield nicht
teilnehmen können. Benjamin Steffan musste das offizielle Training am Dienstag aufgrund eines Infekts abbrechen und wird keinen EM-Wettbewerb laufen
können. "Es ist sehr schade, dass wir bei den Europameisterschaften nicht starten können. Aber die Gesundheit geht vor und wir wollen auf unserem Weg zu
den Olympischen Spielen kein Risiko eingehen. Die Winterspiele in Mailand sind das große Ziel", erklärt Jennifer Janse van Rensburg.
So rückt kurzfristig das EM-Ersatz-Eistanzpaar Charise Matthaei/Max Liebers nach. Für die viermaligen Deutschen Vizemeister vom Chemnitzer EC ist es die
zweite EM-Teilnahme. Bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften 2024 in Kaunas (Litauen) hatten sie das Finale der 20 besten Paare knapp verpasst. Das
Erreichen des Kür-Finals wird in Sheffield das erneute Ziel sein.
Am Mittwoch (14. Januar) startet die Eiskunstlauf-EM in Sheffield mit dem Kurzprogramm der Paare. Die EM-Titelverteidiger Minerva Hase/Nikita Volodin laufen
mit der letzten Startnummer des Teilnehmerfeldes um 16:46 Uhr (deutsche Zeit). Das zweite deutsche Paar Annika Hocke/Robert Kunkel betritt als letztes Paar
der vierten Gruppe das Eis (16:14 Uhr / deutsche Zeit). Die Entscheidung im Paarlaufen fällt am Donnerstagabend (15. Januar) in der Kür.
Road to Milano - Olympia-Generalprobe für DEU-Team bei Eiskunstlauf-EM in Sheffield
(DEU, 13.01.2026, Fotos: © Luca Tonegutti) Die Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Sheffield (GBR; 14. bis 18. Januar 2026) sind diese
Woche eine wichtige Station auf dem Weg zu den Olympischen Winterspielen in Mailand/Cortina (ITA; 5. bis 22. Februar 2026). Die Deutsche
Eislauf-Union (DEU) tritt bei der EM mit einem starken Team an: Die Paarläufer Minerva Hase/Nikita Volodin gehen als Titelverteidiger an
den Start.
Einen ihrer größten Erfolge feierten Minerva Hase / Nikita Volodin vergangenes Jahr bei den Europameisterschaften in Tallinn (Estland) mit dem Gewinn des
EM-Titels. Die kommende EM in Sheffield steht für das Paar aus Berlin vor allem unter dem Vorzeichen einer Generalprobe für die Olympischen Winterspiele in
Mailand. Die kontinentalen Titelkämpfe sind der letzte Wettbewerb vor Olympia und nochmal eine Möglichkeit, Dinge auszuprobieren, um bereit zu sein für den
großen Showdown in Mailand. "Wir wollen bei der EM als Team weiter Erfahrung sammeln und uns Sicherheit und Feedback holen. Danach haben wir noch drei
Wochen Zeit bis Mailand, um Kleinigkeiten anzupassen. Die EM wird für uns eine Generalprobe für Olympia werden", sagte Minerva Hase beim DEU-
Pressetermin in Berlin.
Das zweite deutsche Paar, Annika Hocke / Robert Kunkel, stand bei der EM 2023 schon einmal auf dem Podest und möchte zeigen, was es kann. "Unsere
Vorbereitung auf die EM lief sehr gut", berichtete Annika Hocke. "Unser Ziel für Sheffield ist es, eine fehlerfreie Europameisterschaft zu laufen, den Auftritt zu
genießen und zu zeigen, woran wir gearbeitet haben." Die Titelkämpfe sind für die Berliner auch eine Vorbereitung auf die Olympischen Spiele. "Trotzdem
nehmen wir die EM genauso ernst, weil wir bei allen drei kommenden Groß-Events – EM, Olympia und WM – zeigen wollen, was wir können."
Stärkste EM-Konkurrenten für die Europameister Minerva Hase / Nikita Volodin im Kampf um die Medaillen sind die Georgier Anastasiia Metelkina / Luka
Berulava. Nicht in der Meldeliste stehen die italienischen WM-Dritten Sara Conti / Niccolo Macii, die beim Grand-Prix-Finale 2025 in Japan als Zweite einen
Platz vor Hase / Volodin gelegen waren.
Eistänzer visieren Top Ten an, EM-Debüt für Vierfachspringer Genrikh Gartung
Im Eistanzen visieren Jennifer Janse van Rensburg / Benjamin Steffan die Top Ten an, um einen zweiten deutschen Startplatz für die Eiskunstlauf-EM 2027 in
Lausanne (SUI) zu holen. "Das Ziel für die EM ist es, genauso gut zu performen wie bei der deutschen Meisterschaft und die Top Ten zu schaffen. Das ist ein
realistisches Ziel, das nicht einfach zu erreichen wird, weil die internationale Konkurrenz in den letzten Jahren enorm angestiegen ist, aber auch wir haben uns
gesteigert", meinte Benjamin Steffan. Zusätzliche Motivation dürfte den beiden Oberstdorfern der unvergessliche Tag bei der Team D-Einkleidung in München
gegeben haben. Zu den Favoriten auf die EM-Medaillen zählen Laurence Fournier Beaudry / Guillaume Cizeron, Frankreichs Olympiasieger mit neuer Partnerin,
und die Briten Lilah Fear / Lewis Gibson, die beim Grand-Prix-Finale 2025 auf dem Podest standen.
Bei den Männern darf man auf das EM-Debüt von Genrikh Gartung gespannt sein. Der 18-Jährige vom EC Oberstdorf sicherte sich mit seinem ersten
deutschen Meistertitel im Dezember das Ticket für seine erste EM-Teilnahme. Sprungtechnisch kann der dreimalige Junior-Grand-Prix-Medaillengewinner mit
der europäischen Konkurrenz schon mithalten und plant einige Vierfachsprünge in seinen Programmen. "Genrikh Gartung wollen wir bei seinem ersten Auftritt
bei der EM gut positionieren, eine bestimmte Platzierungsvorgabe gibt es für sein Debüt nicht", sagte DEU-Sportdirektor Jens ter Laak über den Neuling im EM-
Team. Einer der Anwärter auf die vordersten Plätze bei den Männern ist der Italiener Daniel Grassl, der im Grand-Prix-Finale als Vierter nur knapp eine Medaille
verpasste. Abgesagt hat die EM der zweimalige Europameister Adam Siao Him Fa aus Frankreich.
Nach den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Sheffield steht mit den Olympischen Winterspielen in Mailand/Cortina (ITA; 5. bis 22. Februar 2026) das
Saison-Highlight bevor. Erfüllt haben die Olympianorm im Eiskunstlaufen die Paarläufer Minerva Hase/Nikita Volodin und Annika Hocke/Robert Kunkel, die im
Anschluss an die EM am 19. Januar zur Team D-Einkleidung in München sein werden, sowie die Eistänzer Jennifer Janse van Rensburg/Benjamin Steffan. Die
Olympia-Nominierung erfolgt am 20. Januar 2026 durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Mit der nach-olympischen Eiskunstlauf-WM in Prag
(CZE; 24. bis 29. März 2026) findet in dieser Saison noch ein drittes Groß-Event in der Sportart statt.
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Nachrichten vom deutschen
Eiskunstlauf-Fachverband
(Quelle: DEU, Stand: 20.01.2026)
v.l.n.r.: Minerva Hase / Nikita Volodin (Berliner SV 1892 / BER), Annika
Hocke / Robert Kunkel (SC Charlottenburg / BER), Jennifer Janse van
Rensburg / Benjamin Steffan (EC Oberstdorf / BAY) - Fotos: © Picture
Alliance
Road to Milano - DOSB nominiert sechs
Eiskunstläufer für Olympische Winterspiele 2026
in Mailand/Cortina
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat am Dienstag das
deutsche Team für die Olympischen Winterspiele 2026 in
Mailand/Cortina (Italien; 5. bis 21. Februar) nominiert. Aus der
Sportart Eiskunstlaufen wurden sechs Athlet*innen in das Team D
berufen, darunter die Paarlauf-Vize-Weltmeister Minerva Hase / Nikita
Volodin.
(DEU, 20.01.2026) Sechs Eiskunstläufer* innen können sich in wenigen
Wochen ihren Traum von der Olympia-Teilnahme erfüllen! Der DOSB
nominierte insgesamt 183 Sportler*innen aus 14 verschiedenen
Wintersportarten für die Olympischen Winterspiele 2026 in
Mailand/Cortina. Unter den Nominierten sind von der Deutschen Eislauf-
Union (DEU) zwei Duos im Paarlaufen und ein Eistanzpaar.
Nominierte Eiskunstläufer*innen für die Olympischen Winterspiele
2026:
Paarlaufen: Minerva Hase / Nikita Volodin (Berliner SV 1892 / BER),
Annika Hocke / Robert Kunkel (SC Charlottenburg / BER)
Eistanzen: Jennifer Janse van Rensburg / Benjamin Steffan (EC
Oberstdorf / BAY)
Für die frisch gekürten Vize-Europameister im Paarlaufen Minerva Hase /
Nikita Volodin sind es die ersten gemeinsamen Olympischen Winterspiele.
Bei den Winterspielen 2022 in Peking (China) war die 26-Jährige mit
ihrem ehemaligen Partner Nolan Seegert am Start. Auch Paarläuferin
Annika Hocke bringt Olympia-Erfahrung mit. Die 25-Jährige war 2018 bei
den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (Südkorea) mit ihrem
damaligen Partner Ruben Blommaert angetreten. Acht Jahre später kann
sich Hocke mit ihrem Partner Robert Kunkel nach einem starken vierten
Platz bei der EM in Sheffield zum zweiten Mal den Olympia-Traum
erfüllen. Für die Oberstdorfer Eistänzer Jennifer Janse van Rensburg /
Benjamin Steffan ist die erste Olympia-Teilnahme das Ziel einer
zehnjährigen gemeinsamen Reise auf dem Eis. Nach der
krankheitsbedingten EM-Absage bereiten sich die fünfmaligen Deutschen
Meister auf ihr Karriere-Highlight vor.
Die drei DEU-Paare erhielten im Vorfeld der Olympia-Nominierung beim
Team D-Einkleidungsevent des DOSB ihre Ausrüstung für die
Olympischen Winterspiele und sind somit startklar für ihre Reise nach
Mailand, wo die Eiskunstlauf-Wettbewerbe ausgetragen werden. Großes
Ziel der DEU ist es, bei den Olympischen Winterspielen 2030 in
Frankreich wieder in allen vier Eiskunstlauf-Disziplinen und dem Team-
Wettbewerb vertreten zu sein.
Hase / Volodin Vize-Europameister in Sheffield,
Hocke / Kunkel starke Vierte
(DEU, 16.01.2026, Fotos: © Luca Tonegutti / ISU) Die Berliner
Paarläufer Minerva Hase / Nikita Volodin haben bei den Eiskunstlauf-
Europameisterschaften in Sheffield (GBR; 14. Bis 18. Januar 2026)
am Donnerstagabend die Silbermedaille gewonnen. Das zweite DEU-
Paar Annika Hocke / Robert Kunkel glänzte mit einer starken Kür und
Platz vier.
Erfolgreicher Abend für die deutschen Paarläufer! Die Vize-Weltmeister
Minerva Hase / Nikita Volodin konnten ihren zweiten Platz aus dem
Kurzprogramm in der Kür halten und sich den Titel des Vize-
Europameisters sichern. Beste Elemente waren der Dreifach-Twist, der
parallele Einzelsprung Dreifach-Salchow und der Dreifach-Wurf-Salchow.
Zwei Sprung-Elemente liefen nicht nach Plan und am Ende des
Programms fehlte die Energie, um die letzte, spektakuläre Hebung ganz
auszuführen. Mit 203,87 Punkten erreichten die dreimaligen Deutschen
Meister dennoch den Silberrang und fügten ihrer internationalen
Medaillensammlung einen weiteren großen Erfolg hinzu.
"Ich bin glücklich, dass wir bis zum Ende gekämpft haben. Es war nicht
die Leistung, die wir uns erhofft haben, aber wir konnten uns die
Silbermedaille sichern, was sehr schön ist", sagte Minerva Hase. "Wir
haben jetzt viel Motivation für das weitere Training mitgenommen und
noch drei Wochen Zeit, um uns auf die Olympischen Spiele vorzubereiten
und dort hoffentlich unser volles Potenzial und das, was wir können, zu
zeigen." Auch Nikita Volodin nimmt
die Silbermedaille gerne mit nach
Hause: "Letztes Jahr haben wir die
EM gewonnen, dieses Jahr sind wir
Vize-Europameister, das ist auch
ein großer Titel und sehr schön. Wir
freuen uns über diesen emotionalen
Moment."
Das zweite deutsche Paar aus
Berlin, Annika Hocke / Robert
Kunkel, begeisterte das Publikum
mit ihrer Kür zum Meat Loaf-Song
"I'd anything for love" und kam mit
188,27 Punkten auf den vierten
Platz. Nach der EM-Bronzemedaille
2023 ist es das zweitbeste EM-Resultat ihrer Karriere. Schönste Sprung-
Elemente waren der Dreifach-Wurfflip und der parallele Dreifach-Salchow.
"Wir sind sehr glücklich mit unserem Programm, diese Leistung war für
uns super wichtig und es hat sehr viel Spaß gemacht", berichtete Annika
Hocke. Ihr Partner Robert Kunkel zog einen positiven Vergleich zum
Vorjahr: "Wenn man schaut, wo wir letzte Saison standen und was für
eine schwierige Vorbereitung wir in diesem Sommer durch meine Hand-
Verletzung hatten, dann können wir sehr zufrieden sein."
Den Europameister-Titel im Paarlaufen holten sich in Sheffield die
Georgier Anastasiia Metelkina / Luka Berulava (215,76 Punkte). Bronze
ging an die Ungarn Maria Pavlova / Alexei Sviatchenko (202,56 Punkte).
Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand (ITA; 5. bis 22. Februar
2026) bahnt sich eine spannende Paarlauf-Entscheidung an: Mindestens
sechs Paare auf gleichem Niveau werden um die Medaillen kämpfen.
DEU-Sportdirektor Jens ter Laak: "Zählen im Paarlaufen zur
Weltspitze"
DEU-Sportdirektor Jens ter Laak freute sich über die Ergebnisse der
deutschen Paare: "Wir haben bei der EM einmal mehr gezeigt, dass wir
im Paarlaufen gleich mit zwei Paaren zur internationalen Spitze zählen.
Die EM als Generalprobe für die Olympischen Spielen lieferte nochmal
wichtige Anhaltspunkte, an welchen Elementen in der unmittelbaren
Vorbereitung auf Mailand in den kommenden Wochen noch gearbeitet
werden muss. Beide Paare werden beim letzten Feinschliff von ihren
Trainerteams optimal auf den Saisonhöhepunkt eingestellt werden."
Angesichts der starken Ergebnisse der DEU-Paare bei der
vorolympischen Eiskunstlauf-EM hätten sich die deutschen Eiskunstlauf-
Fans insbesondere die frei zugängliche Livestream-Übertragung des EM-
Kurzprogramms der Paare gewünscht. Die Deutsche Eislauf-Union (DEU)
haben über ihre Social-Media-Kanäle zahlreiche Nachrichten der Fans
erreicht, die den Eiskunstlauf im TV im Kanon der Wintersportarten
oftmals vermissen und eine fehlende Live-Übertragung trotz erworbener
Rechte der öffentlich-rechtlichen Programme nicht nachvollziehen
können. "Die Eiskunstlauf-EM ist der letzte Wettbewerb vor den
Olympischen Winterspielen, wo die Sportart Eiskunstlaufen durchaus zu
den attraktivsten Sportarten zählen wird und wir im Paarlaufen stark
vertreten sind. Um den Nachwuchs zu begeistern und zu motivieren und
Sponsoren zu gewinnen, sind wir auf die Medien-Präsenz der Highlights
unserer Sportart angewiesen", sagt Jens ter Laak im Hinblick auf die
Zukunft und Weiterentwicklung der olympischen Sportart.
„Nach einem Berufsleben beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk, über
zwanzig Jahre davon als Führungskraft beim Sport, habe ich keine
überzogenen Erwartungen. Aber dass in einer so erfolgsträchtigen
Eiskunstlauf-Disziplin wie beim Paarlaufen kein Livestream des EM-
Kurzprogramms möglich gewesen sein soll, ist schwer vorstellbar“,
ergänzt DEU-Präsident Dr. Andreas Wagner. Die EM-Kür-Finals werden
übertragen.
Zwei Entscheidungen mit deutscher Beteiligung stehen bei der
Eiskunstlauf-EM in Sheffield am Samstag (17. Januar) noch aus: Die Kür
der Männer mit Genrikh Gartung und der Kürtanz der Eistänzer mit
Charise Matthaei/Max Liebers.
Eistänzer Janse van Rensburg/Steffan müssen
EM-Start zurückziehen
(DEU, 14.01.2026) Die fünfmaligen Deutschen Eistanz-Meister Jennifer
Janse van Rensburg/Benjamin Steffan müssen ihre Teilnahme an den
Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Sheffield (GBR; 14. bis 18. Januar
2026) krankheitsbedingt absagen. So kommt das Eistanzpaar Charise
Matthaei/Max Liebers kurzfristig zum EM-Einsatz.
Die zweimaligen WM-Finalisten Jennifer Janse van Rensburg/Benjamin
Steffan werden an den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Sheffield
nicht teilnehmen können. Benjamin Steffan musste das offizielle Training
am Dienstag aufgrund eines Infekts abbrechen und wird keinen EM-
Wettbewerb laufen können. "Es ist sehr schade, dass wir bei den
Europameisterschaften nicht starten können. Aber die Gesundheit geht
vor und wir wollen auf unserem Weg zu den Olympischen Spielen kein
Risiko eingehen. Die Winterspiele in Mailand sind das große Ziel", erklärt
Jennifer Janse van Rensburg.
So rückt kurzfristig das EM-Ersatz-Eistanzpaar Charise Matthaei/Max
Liebers nach. Für die viermaligen Deutschen Vizemeister vom Chemnitzer
EC ist es die zweite EM-Teilnahme. Bei den Eiskunstlauf-
Europameisterschaften 2024 in Kaunas (Litauen) hatten sie das Finale
der 20 besten Paare knapp verpasst. Das Erreichen des Kür-Finals wird in
Sheffield das erneute Ziel sein.
Am Mittwoch (14. Januar) startet die Eiskunstlauf-EM in Sheffield mit dem
Kurzprogramm der Paare. Die EM-Titelverteidiger Minerva Hase/Nikita
Volodin laufen mit der letzten Startnummer des Teilnehmerfeldes um
16:46 Uhr (deutsche Zeit). Das zweite deutsche Paar Annika
Hocke/Robert Kunkel betritt als letztes Paar der vierten Gruppe das Eis
(16:14 Uhr / deutsche Zeit). Die Entscheidung im Paarlaufen fällt am
Donnerstagabend (15. Januar) in der Kür.
Road to Milano - Olympia-Generalprobe für DEU-
Team bei Eiskunstlauf-EM in Sheffield
(DEU, 13.01.2026, Fotos: © Luca Tonegutti) Die Eiskunstlauf-
Europameisterschaften in Sheffield (GBR; 14. bis 18. Januar
2026) sind diese Woche eine wichtige Station auf dem Weg zu
den Olympischen Winterspielen in Mailand/Cortina (ITA; 5. bis
22. Februar 2026). Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) tritt bei der
EM mit einem starken Team an: Die Paarläufer Minerva
Hase/Nikita Volodin gehen als Titelverteidiger an den Start.
Einen ihrer größten Erfolge feierten Minerva Hase / Nikita Volodin
vergangenes Jahr bei den Europameisterschaften in Tallinn (Estland) mit
dem Gewinn des EM-Titels. Die kommende EM in Sheffield steht für das
Paar aus Berlin vor allem unter dem Vorzeichen einer Generalprobe für
die Olympischen Winterspiele in Mailand. Die kontinentalen Titelkämpfe
sind der letzte Wettbewerb vor Olympia und nochmal eine Möglichkeit,
Dinge auszuprobieren, um bereit zu sein für den großen Showdown in
Mailand. "Wir wollen bei der EM als Team weiter Erfahrung sammeln und
uns Sicherheit und Feedback holen. Danach haben wir noch drei Wochen
Zeit bis Mailand, um Kleinigkeiten anzupassen. Die EM wird für uns eine
Generalprobe für Olympia werden", sagte Minerva Hase beim DEU-
Pressetermin in Berlin.
Das zweite deutsche Paar, Annika Hocke / Robert Kunkel, stand bei der
EM 2023 schon einmal auf dem Podest und möchte zeigen, was es kann.
"Unsere Vorbereitung auf die EM lief sehr gut", berichtete Annika Hocke.
"Unser Ziel für Sheffield ist es, eine fehlerfreie Europameisterschaft zu
laufen, den Auftritt zu genießen und zu zeigen, woran wir gearbeitet
haben." Die Titelkämpfe sind für die Berliner auch eine Vorbereitung auf
die Olympischen Spiele. "Trotzdem nehmen wir die EM genauso ernst,
weil wir bei allen drei kommenden Groß-Events – EM, Olympia und WM –
zeigen wollen, was wir können."
Stärkste EM-Konkurrenten für die Europameister Minerva Hase / Nikita
Volodin im Kampf um die Medaillen sind die Georgier Anastasiia Metelkina
/ Luka Berulava. Nicht in der Meldeliste stehen die italienischen WM-
Dritten Sara Conti / Niccolo Macii, die beim Grand-Prix-Finale 2025 in
Japan als Zweite einen Platz vor Hase / Volodin gelegen waren.
Eistänzer visieren Top Ten an, EM-Debüt für Vierfachspringer
Genrikh Gartung
Im Eistanzen visieren Jennifer Janse van Rensburg / Benjamin Steffan die
Top Ten an, um einen zweiten deutschen Startplatz für die Eiskunstlauf-
EM 2027 in Lausanne (SUI) zu holen. "Das Ziel für die EM ist es, genauso
gut zu performen wie bei der deutschen Meisterschaft und die Top Ten zu
schaffen. Das ist ein realistisches Ziel, das nicht einfach zu erreichen wird,
weil die internationale Konkurrenz in den letzten Jahren enorm
angestiegen ist, aber auch wir haben uns gesteigert", meinte Benjamin
Steffan. Zusätzliche Motivation dürfte den beiden Oberstdorfern der
unvergessliche Tag bei der Team D-Einkleidung in München gegeben
haben. Zu den Favoriten auf die EM-Medaillen zählen Laurence Fournier
Beaudry / Guillaume Cizeron, Frankreichs Olympiasieger mit neuer
Partnerin, und die Briten Lilah Fear / Lewis Gibson, die beim Grand-Prix-
Finale 2025 auf dem Podest standen.
Bei den Männern darf man auf das EM-Debüt von Genrikh Gartung
gespannt sein. Der 18-Jährige vom EC Oberstdorf sicherte sich mit
seinem ersten deutschen Meistertitel im Dezember das Ticket für seine
erste EM-Teilnahme. Sprungtechnisch kann der dreimalige Junior-Grand-
Prix-Medaillengewinner mit der europäischen Konkurrenz schon mithalten
und plant einige Vierfachsprünge in seinen Programmen. "Genrikh
Gartung wollen wir bei seinem ersten Auftritt bei der EM gut positionieren,
eine bestimmte Platzierungsvorgabe gibt es für sein Debüt nicht", sagte
DEU-Sportdirektor Jens ter Laak über den Neuling im EM-Team. Einer der
Anwärter auf die vordersten Plätze bei den Männern ist der Italiener
Daniel Grassl, der im Grand-Prix-Finale als Vierter nur knapp eine
Medaille verpasste. Abgesagt hat die EM der zweimalige Europameister
Adam Siao Him Fa aus Frankreich.
Nach den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Sheffield steht mit den
Olympischen Winterspielen in Mailand/Cortina (ITA; 5. bis 22. Februar
2026) das Saison-Highlight bevor. Erfüllt haben die Olympianorm im
Eiskunstlaufen die Paarläufer Minerva Hase/Nikita Volodin und Annika
Hocke/Robert Kunkel, die im Anschluss an die EM am 19. Januar zur
Team D-Einkleidung in München sein werden, sowie die Eistänzer
Jennifer Janse van Rensburg/Benjamin Steffan. Die Olympia-Nominierung
erfolgt am 20. Januar 2026 durch den Deutschen Olympischen Sportbund
(DOSB). Mit der nach-olympischen Eiskunstlauf-WM in Prag (CZE; 24. bis
29. März 2026) findet in dieser Saison noch ein drittes Groß-Event in der
Sportart statt.
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